Bombendrohungen in Genf: Sprengsätze angeblich in Bahnhof & Kaufhaus versteckt
- Nichts gefunden: Sperre wurde wieder aufgehoben
- Zugverkehr gesperrt: Tausende sind gestrandet
Der Genfer Hauptbahnhof Cornavin ist wegen Bombendrohungen für mehr als zwei Stunden evakuiert worden. Die Polizei gab den Bahnhof nach einer Überprüfung durch Sprengstoffexperten und Spürhunde danach wieder frei. Auch Teile der Innenstadt waren nach einer telefonischen Warnung vor Sprengsätzen im Bahnhof und in einem Kaufhaus kurzzeitig gesperrt worden. Der Zugverkehr nach Genf wurde eingestellt; tausende Reisende strandeten.
"Wir haben einen Anruf erhalten, dass es zwei Sprengvorrichtungen an zwei strategisch wichtigen Plätzen in Genf gibt", sagte Polizeisprecher Philippe Cosandey.
In dem Innenstadt-Kaufhaus fand die Polizei keine Bombe und hob die Sperre der Stadtbereiche bald wieder auf. Der Bahnhof blieb noch eine Weile geschlossen, was zu großen Behinderungen im Zugverkehr der Region führte. Der Sprecher der Schweizerischen Bundesbahnen SBB, Andre Dorthe, sagte, mehr als zehntausend Reisende seien davon betroffen.
Erst Tage zuvor waren nach einer Warnung durch die Schweizer Behörden vor einem Attentat am Sitz der Vereinten Nationen in Genf die Sicherheitsvorkehrungen deutlich erhöht worden. (apa/red)
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