Terroralarm in London: Nach Evakuierung in Heathrow ein Verdächtiger festgenommen
- Verdächtiges Gepäckstück enthielt Sprengstoffspuren
- Sicherheitsmaßnahmen führen zu Verspätungen
Auf dem Londoner Flughafen Heathrow ist ein Mann unter Terrorverdacht festgenommen worden. Das bestätigte die Polizei, ohne weitere Einzelheiten bekannt zu geben. Zuvor war in der Abflugshalle ein verdächtiges Gepäckstück von der Polizei sichergestellt worden. Aus Sicherheitsgründen wurde das Terminal 2 des Flughafens zwischen geräumt. Nach Angaben des Sender BBC mussten 2000 Menschen das Gebäude vorübergehend verlassen.
Aus Flughafen-Kreisen verlautete, bei einer Untersuchung des Gepäckstücks seien Sprengstoffspuren gefunden worden. Es habe sich jedoch nicht um eine funktionsfähige Bombe gehandelt. Eine Polizeisprecherin machte keine Angaben, ob Sprengstoff gefunden worden sei.
Mitarbeiter des Flughafens hatten zuvor berichtet, ein Mann sei in den Schalter-Bereich gerannt und habe eine Tasche fallen lassen. Scotland Yard hatte bestätigt, dass Videoaufzeichnungen aus dem Terminal überprüft würden. Der Zwischenfall soll sich in der Nähe der Schalter von Air Algeria und Lufthansa ereignet haben.
Ein Flughafensprecher kündigte leichte Verzögerungen für die restliche Abwicklung des Flugverkehrs des Tages an. Während der Schließung des Terminal 2 seien ankommende Passagiere und ihr Gepäck zum Terminal 1 umgeleitet worden. Zwei Flüge der AUA aus Heathrow nach Wien-Schwechat hatten Verspätung. 8,5 Millionen Passagiere starten und landen jährlich zu europäischen Zielen von Terminal 2.
Mit 64 Millionen Fluggästen im Jahr ist Heathrow der vom Passagieraufkommen größte Flughafen Europas. Die Sicherheitskräfte nehmen Bombendrohungen besonders ernst, seit Anfang August Scotland Yard geplante Attentate mit Flüssigsprengstoff auf zehn Passagierflugzeuge vereitelt hatte. Bei einer groß angelegten Operation wurden mehr als 20 mutmaßliche Terroristen festgenommen.
(apa)
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