13-Jähriger stürmt mit AK47 US-Schule: Klemmender Abzug verhindert neues Blutbad
- Sturmgewehr gehörte den Eltern des Teenager
- Tat weckte Erinnerung an Massaker in Amish-Schule
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"zutiefst erschüttert"
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Täter erschoss Schülerin und am Ende sich selbst
Ein klemmender Abzug am Sturmgewehr in der Hand eines 13-Jährigen hat möglicherweise ein neues Blutbad an einer US-Schule verhindert. Maskiert und in Kampfmontur marschierte der Bursch im Städtchen Joplin im Bundesstaat Missouri mit einem Gewehr in die Schule.
Die Schulleiter hätten versucht, den Buben zu beruhigen und ihn gebeten, das Gelände zu verlassen, berichtete die Polizei. Stattdessen schoss er in die Decke der Eingangshalle, traf dabei aber nur eine Wasserleitung. "Es sieht so aus, als ob dann sein Gewehr klemmte, und offenbar hat er deshalb nicht weiter geschossen," berichtete ein Polizeisprecher: "Er versuchte, den Abzug zu ziehen... es hätte viel schlimmer ausgehen können."
Als der Bursch samt Waffe aus der Schule lief, folgte ihm der Direktor, der die Position des Kindes an die Polizei durchgab. Als ihn die Beamten stellten, wollte der 13-Jährige zunächst wieder zum Gewehr greifen, ergab sich dann aber schnell.
Die Schule musste trotzdem zunächst geschlossen bleiben, denn die Polizei fand im Rucksack des 13-Jährigen Chemikalien, Seitenschneider, Anleitungen für den Bau von Bomben und einen gezeichneten Grundriss der Schule. Ein alarmiertes Bombenräumkommando suchte deshalb das Schulgelände ab, fand allerdings nichts. Die Tatwaffe gehörte den Eltern des Buben. Dort beschlagnahme die Polizei eine Reihe weiterer Waffen.
Es gebe keinen Hinweis auf das Motiv, sagte Polizeisprecher Geoff Jones. Die Schule von Joplin, eine Kleinstadt mit 56.000 Einwohnern nahe der Grenzen zu Kansas und Oklahoma, zählt etwa 750 Schüler im Alter von zehn bis 14 Jahren.
Die Tat ereignete sich nur eine Woche nach dem Massaker an einer Schule im Bundesstaat Pennsylvania. Dort hatte ein Mann in einer Dorfschule der christlichen Religionsgemeinschaft der Amish in der Ortschaft Nickel Mines fünf Mädchen regelrecht hingerichtet und fünf weitere teils lebensgefährlich verletzt, bevor er sich selber erschoss. Wenige Tage zuvor hatte ein Geiselnehmer in einer Highschool in Bailey im Bundesstaat Colorado eine 16-Jährige und sich selbst erschossen.
(apa/red)
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