Papst überarbeitet Regensburg-Rede: Neue Version wird mit Anmerkungen versehen
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Der Papst bereitet angeblich eine "endgültige" Version seiner Regensburger Vorlesung vor, die heftige Kritik in moslemischen Kreisen ausgelöst hat. In den Anmerkungen will der Papst auf die islamische Kritik an dem missverstandenen Zitat eingehen, sagte der Nuntius in Ägypten, Erzbischof Michael Fitzgerald, bei einem Treffen mit Scheich Mohammed Sayyed Tantawi, dem Präsidenten der Al-Azhar Universität in Kairo.
Wie die Internetseite von Radio Vatikan weiter meldete, lud der Nuntius Scheich Tantawi außerdem ein, an einer führenden katholischen Universität zu sprechen, um auf die Rede des Papstes zu antworten. Scheich Tantawi soll geantwortet haben, dass der Papst seine Äußerungen zurückziehen müsse, bevor er einer solchen Einladung folgen könne.
In den Anmerkungen ging der Papst auf die islamische Kritik an dem missverstandenen Zitat ein. "Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten", hatte der Papst in Regensburg den gelehrten byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaeologos zitiert.
"Dieses Zitat ist leider von der moslemischen Seite als Ausdruck meiner persönlichen Meinung missverstanden worden, was begreifliche Entrüstung ausgelöst hat. Ich hoffe, dass der Leser meines Textes sofort begreifen kann, dass dieser Satz nicht meiner persönlichen Bewertung des Korans entspricht, das ich als heiliges Buch einer großen Religion respektiere", hieß es in einer der Anmerkungen, die am Montag von der Pressestelle des Heiligen Stuhls veröffentlicht wurde.
Der Papst hatte bereits beim Angelus-Gebet am 17. September betont, er bedauere zutiefst, dass bestimmte Passagen seiner Rede für das Empfinden gläubiger Muslime beleidigend erscheinen könnten und in einer Weise interpretiert worden seien, die überhaupt nicht seinen Absichten entspreche. Andererseits ermahnte er angesichts der tiefen Religiosität der muslimischen Gläubigen die westliche säkularisierte Kultur, die "Verachtung Gottes und den Zynismus, der die Verhöhnung des Heiligen als ein Freiheitsrecht betrachtet" zu vermeiden.
(apa/red)
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