Wahlmuffel von Eisenstadt bis Bregenz: Beteiligung lag heuer erstmals unter 80%!
- Vorarlberger waren 2006 faulste Wähler des Landes
- 78,48 Prozent der Wahlberechtigten an den Urnen
Die Wahlbeteiligung ist bei der Nationalratswahl am 1. Oktober erstmals unter 80 Prozent gefallen. Daran hat auch die Auszählung der Wahlkarten nichts verändert - obwohl sie die Beteiligung von 74,22 Prozent am Wahlabend auf nunmehr 78,48 Prozent hoben. Nach einem vorübergehenden Anstieg im Jahr 2002 hat sich die seit den 80er-Jahren festzustellende Grundtendenz nach unten hat also fortgesetzt.
Von den 6,107.851 wahlberechtigten Österreichern haben diesmal nur 4.793.735 ihre Stimmen abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 78,48 Prozent oder einem Minus von 5,79 Prozentpunkten im Vergleich zum vorangegangenen Urnengang im November 2002. Damit wurde der bisherige Tiefststand von 80,42 Prozent bei den Nationalratswahlen 1999 unterschritten.
Vorarlberger faulste Wähler
Die Wiener sind mit der Wahlkarten-Auszählung wieder den Ruf los, die faulsten Wähler zu sein. Am Wahlabend sah es zwar noch so aus. Aber viele Wähler der Bundeshauptstadt haben ihre Stimme mit Wahlkarten abgegeben - so dass nunmehr die Vorarlberger mit 70,04 Prozent das Schlusslicht sind.
Am wahlfreudigsten waren einmal mehr die Burgenländer mit einer Wahlbeteiligung von 86,86 Prozent. Die 90 Prozent, die 2002 im Burgenland noch erreicht wurden, wurden heuer in keinem Land mehr verzeichnet. (apa)
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