Sozialpartner bei Fischer: Rot-schwarze Einigkeit über Wunsch nach Großer Koalition
- Schwarzböck: Beide müssen über Schatten springen
- Hundstorfer: Stabile Regierung auf breiter Basis
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Die Chefs der Sozialpartner-Organisationen haben sich in rot-schwarzer Einigkeit für eine Große Koalition zwischen SPÖ und ÖVP ausgesprochen. Gleichzeitig machten sie nach einem Gespräch mit Bundespräsident Fischer klar, dass es keine Zusammenarbeit "ohne Wenn und Aber" geben könne.
ÖGB-Präsident Hundstorfer sagte nach dem rund einstündigen Gespräch mit dem Bundespräsidenten, alle vier Sozialpartner hätten sich für eine stabile Regierung auf breiter Basis ausgesprochen. "Wir bekennen uns zu einer Großen Koalition", sagte der Gewerkschaftschef. Freilich werde es keine Zusammenarbeit "ohne Wenn und Aber" geben. Für den Sozialminister hätte der ÖGB laut Hundstorfer einige "kreative Köpfe" anzubieten, aber: "Es gibt keine Erbpachten."
Landwirtschaftskammerpräsident Schwarzböck betonte, für eine Große Koalition müssten sowohl ÖVP als auch SPÖ "über den Schatten springen". Was die Chancen auf eine erfolgreiche Regierungsbildung angeht, zeigte sich der ÖVP-Bauernvertreter aber skeptisch.
Wirtschaftskammerpräsident Leitl sagte, eine Große Koalition müsse auch große Probleme lösen. Eines der Ziele sei die Vollbeschäftigung - dafür werde das Wirtschaftsforschungsinstitut noch im Oktober Vorschläge veröffentlichen, auf die die Koalitionsverhandlungen aufbauen könnten. Leitl warnte vor allzu leichtfertigen Verhandlungen.
Auch AK-Präsident Tumpel nannte als Ziel einer Großen Koalition die Vollbeschäftigung. Was die Dauer der Regierungsverhandlungen angeht, gab sich der Arbeitnehmervertreter abgeklärt und meinte, jeder wünsche sich rasche Verhandlungen, aber: "Die Erfahrung zeigt, dass es manchmal länger dauert."(apa/red)
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