Wahlkarten brachten Verschiebungen: Alle Parteien tauschen Mandate untereinander aus
- Verschiebungen vor allem in der Bundeshauptstadt
- Mandatwechsel von BZÖ zu Grünen auf Bundesebene
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Die nun ausgezählten Wahlkarten-Stimmen haben nicht nur ein Mandat vom BZÖ zu den Grünen verschoben, sie brachten auch parteiinterne Veränderungen bei den drei anderen Parlamentsparteien: SPÖ, ÖVP und FPÖ bekamen jeweils ein Wiener Landesmandat mehr als am Wahlsonntag, büßten dafür aber auf anderen Ebenen jeweils eines ein.
Die ÖVP tauschte ein Bundesmandat gegen das fünfte Wiener Mandat - und kommt damit insgesamt auf sieben Bundes-, 23 Landes- und 36 Direktmandate. Mandate verloren hat sie in den Regionalwahlkreisen: Sie hat jetzt 23 Direktmandate weniger. Teilweise ausgeglichen wurde das durch zehn Landesmandate mehr - was in Summe einen Verlust von 13 Mandaten ausmacht.
Verschiebungen vor allem in der Bundeshauptstadt
SPÖ und FPÖ bekamen das Wiener Landesmandat dazu, weil sie durch die Wahlkarten im Wahlkreis Wien Nord jeweils ein Direktmandat einbüßten. Für die FPÖ bedeutet das, dass sie nicht mehr drei, sondern nur zwei Direktmandate aufweist; 2002 hatte sie alle verloren. Dazu zwölf Landesmandate (2002: 15) und sieben Bundesmandate (3) bedeuten in Summe 21 und somit drei Nationalratssitze mehr als 2002.
Die SPÖ vergibt nach wie vor sieben Mandate über die Bundesliste. Auf Landesebene bekam sie um eines mehr als 2002, nämlich 17. Zwei weniger in den Regionalwahlkreisen (44 statt 46) machen in Summe 68 und damit eines weniger als 2002 aus.
Mandatwechsel von BZÖ zu Grünen auf Bundesebene
Der Wechsel eines Mandates von Orange nach Grün spielte sich auf Bundesebene ab. Damit haben die Grünen wieder, wie 2002, fünf Bundesmandate, 14 Landes- (2002: 12) und erstmals auch Direktmandate, nämlich zwei in Wien - was 21 Nationalratssitze ausmacht, um vier mehr als bisher.
Nun Fix: BZÖ schafft kein Direktmandat
Das BZÖ schaffte kein Direktmandat - auch das erhoffte in Kärnten Ost haben sie klar verfehlt. Die Orangen bekamen drei Landesmandate in Kärnten und nach dem Wahlkarten-Ergebnis nur mehr vier (statt zuvor fünf) im Bund.
Insgesamt wurden heuer wesentlich weniger Mandate in den Wahlkreisen vergeben: Statt 105 bei der vorigen Wahl gibt es nur 84 Direktmandate. Dies liegt vor allem an den Verlusten der ÖVP - und auch daran, dass mit dem BZÖ eine dritte kleine Partei dazu kam, die keine Direktmandate schaffen. Im Ausgleich wurden auf Landesebene (69) und Bundesebene (30) wesentlich mehr Mandate vergeben als 2002.
(apa/red)
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