Gewerkschaften verschmelzen: ÖGB mit mehreren Blöcken ist nicht finanzierbar!
- Für Bittner sind Kündigungen nicht vorstellbar
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"Ein ÖGB mit mehreren Blöcken ist nicht finanzierbar." Alle Gewerkschaften in Österreich sollten zu einer zusammenwachsen, dann könnten auch mehr Ressourcen für die internationale Arbeit eingesetzt werden, die immer notwendiger werde, "da der Einfluss Brüssels immer mächtiger werde", stellte GPA-Chef Wolfgang Katzian fest.
Sowohl Katzian als auch DJP-Vorsitzender Franz Bittner erklärten den Anwesenden, dass es keine Kündigungen beim ÖGB geben werde, sondern die Personaleinsparungen durch den natürlichen Abgang erzielt werden könnten.
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Leute entlassen werden. Die Leute sollen nicht die Zeche zahlen, es muss auch mit anderen Maßnahmen gehen", sagte Katzian. "Der Supergau (BAWAG, Anm.) kann nicht so locker abgeschüttelt werden." Zunächst müsste in die Krise - und hier vor allem in die Finanzen - die Energie investiert werden, bevor man sich näher mit den Visionen beschäftigen könne. "Wir wissen überhaupt nicht, was auf uns zukommt", stellte der GPA-Chef fest.
Ein großes Problem wären die atypisch Beschäftigten, "die schwer zu erreichen und zu organisieren sind". Allein im Handel gebe es 45.000 geringfügig Beschäftigte, die schwer zu erreichen seien und für die man über die Grenzen der Betriebe hinaus etwas tun müsse, so Katzian.
Es sei derzeit nicht abzusehen, wie sich die Struktur des ÖGB verändere, was jedoch wichtig wäre, "ist, dass keine Doppelgleisigkeiten entstehen", sagte Bittner. Neben der klassischen Arbeit (Kollektivverträge) müsste die Gewerkschaft auch einem gesellschaftspolitischen Anspruch nachkommen und diesen auch umsetzen - sei es mit Parteien, Regierungen aber auch NGOs. "Wir müssen uns von der parteipolitischen Linie entfernen und andere Meinungen als die der Bundesregierung - auch wenn es die SPÖ-Regierung ist - zulassen", sagte der DJP-Vorsitzende. (apa/red)
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