Sonntag, 15. Oktober 2006

Schreckliche Bluttat in Tirol: Vierfache Mutter (34) in Haus im Zillertal erstochen!

  • Polizei: Ex-Ehemann "in Verwahrung" genommen
  • 11-jährige Tochter war während Tatzeit in Wohnung

In dem Mord an der vierfachen Mutter in Tirol haben sich die Ermittlungen der Polizei auf ihren geschiedenen Ehemann konzentriert. Der 38-Jährige wurde von den Beamten in Verwahrung genommen. Die Frau war von Angehörigen erstochen in ihrer Wohnung im Zillertal (Bezirk Schwaz) gefunden worden.

Die Hausfrau wohnte im Zillertal in der Gemeinde Udern Finsing (Bezirk Schwaz) im ersten Stock eines Hauses. Es gebe keinen Hinweis auf ein gewaltsames oder unbefugtes Eindringen in die Wohnung, sagte Walter Pupp vom Landeskriminalamt der APA. Daher hätten die Beamten das Lebensumfeld des Opfers genauer unter die Lupe genommen und den im gleichen Ort lebenden, geschiedenen Ehemann "in Verwahrung genommen".

"Bisher gibt es keine Hinweise auf eine andere Person, die in Frage kommen könnte", berichtete der Beamte. Der Staatsanwalt und der Untersuchungsrichter müssten nun den Antrag auf einen Haftbefehl gegen den 38-Jährigen stellen.

Wie lange das Paar schon geschieden sei, konnte Pupp nicht genau sagen, da das Scheidungsurteil nicht gefunden werden konnte. "Sie werden schon einige Jahre getrennt sein", war sich Pupp sicher. Im Zuge des Scheidungsverfahrens habe es bereits einige polizeiliche Interventionen gegeben. Außerdem habe die Zillertalerin eine Verfügung bewilligt bekommen, dass sich der Mann von ihr und den Kindern fern halten müsse.

Mittlerweile habe sich herausgestellt, dass die Tatwaffe das neben der Leiche vorgefundene Messer gewesen sei. "Allerdings wissen wir nicht, woher es kommt, ob es der Täter mitgebracht oder ob es zum Haushalt des Opfers gehört hat", meinte Pupp.

Die 34-jährige hatte drei Söhne im Alter von vier, sechs und sieben und eine Tochter im Alter von elf Jahren. Die Tochter habe sich während des Mordes an ihrer Mutter in der Wohnung aufgehalten. Ob das Kind etwas mitbekommen oder beobachtet habe, werde den Medien nicht mitgeteilt. Das würde die Ermittlungen beeinflussen, sagte Pupp.

Drei der Kinder seien aus der zweiten Ehe der Frau, eines habe sie vorehelich bekommen. Die drei Buben seien in einem Kinderheim "weit weg" untergebracht. Nur die Tochter hat bei der Mutter gelebt, so der Beamte. (apa/red)

15.10.2006 17:10