Dienstag, 10. Oktober 2006

Schlechtes Wetter hat auch gute Seiten: Nur
halb so viele Verkehrstote im trüben August

  • Deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr
  • Auch Urlauber und Ausflügler ließen ihr Auto stehen

Juli und August sind üblicherweise die gefährlichsten Monate auf Österreichs Straßen: Urlauber und Ausflügler sorgen für viel befahrene Verkehrswege und die trockene Fahrbahn verleitet zum "Gasgeben". Im August 2006 hat das schlechte Wetter zu einem deutlichen Rückgang bei der Zahl der Verunglückten beigetragen, teilte die Statistik Austria mit. Im Vergleich zum Durchschnittswert der Vorjahre starben heuer im August halb so viele Menschen im Straßenverkehr (51). Rund 21 Prozent weniger wurden verletzt.

Im trüben August dürften viele Österreicher ihre Autos stehen gelassen haben. Der heiße Juli forderte noch beinahe doppelt so viele Opfer (94) im Straßenverkehr. Durchschnittlich verzeichnete die Statistik Austria in den August-Monaten von 1996 bis 2005 104 Verkehrstote. Mit 120 Todesopfern führt der August 2004 das Ranking an. Bei den Verletzten gab 2006 es im Vergleich zu dem langjährigen Durchschnitt eine Abnahme um rund 1.000 Personen (rund minus 21 Prozent). Insgesamt verunglückten im August dieses Jahres rund 22 Prozent weniger Verkehrsteilnehmer.

Dass das Wetter einen Einfluss auf die Unfallzahlen haben dürfte, hat auch der harte Winter 2005/2006 gezeigt: Im Dezember, Jänner, Februar und März gab es "so wenige Tote wie schon lange nicht", sagte Robert Esberger von Statistik Austria im APA-Gespräch.

(apa/red)

10.10.2006 10:18