Dreiste Diebe: Rekruten klauten Kredit- karten und amüsierten sich damit im Bordell
- Grundwehrdiner gaben an, es sei Karte ihrer Mutter
- Bei zwei einschlägigen Etablissements gescheitert
Besonders dreist verhielten sich zwei Rekruten in Salzburg: Sie stahlen zwei Kreditkarten und finanzierten damit einen Bordellbesuch im Wert von 410 Euro! In zwei weiteren einschlägigen Etablissements hatten sie allerdings kein Glück: Sie scheiterten dort am Misstrauen der Angestellten. Die beiden Grundwehrdiener wurden schließlich in der Schwarzenbergkaserne ausgeforscht.
Zwei Freundinnen zeigten bei der Polizeiinspektion Rathaus an, dass ihnen in einem Lokal am Rudolfskai ihre Geldtaschen sowie ein Handy gestohlen worden waren. Als Täter vermuteten die beiden Frauen zwei junge Burschen, wahrscheinlich Grundwehrdiener, die sich mit ihnen im Lokal unterhalten und geflirtet hatten.
Die beiden Rekruten wollten sich anschließend offensichtlich den Abend noch angenehm gestalten, besuchten zunächst ein Bordell in der Bayerhammerstraße, wollten dort Dienstleistungen im Wert von 583 Euro in Anspruch nehmen und mit einer gestohlenen Kreditkarte bezahlen. Dass die beiden angaben, dies sei die Kreditkarte ihrer Mutter und Geld offensichtlich keine Rolle spielte, kam einem Angestellten des Etablissements so eigenartig vor, dass er die Polizei verständigte.
Nachdem der erste Versuch gescheitert war, versuchten die beiden Grundwehrdiener ihr Glück in einem Club in der Eberhard-Fuggerstraße. Hier hatten sie Erfolg und konnten Dienstleistungen im Wert von 410 Euro konsumieren. Offensichtlich hatten die zwei Burschen damit aber immer noch nicht genug, sie probierten es noch in einem weiteren Bordell in der Linzer Gasse. Hier scheiterten sie jedoch wieder am Misstrauen eines Mitarbeiters.
Nach dem dritten Bordellbesuch fuhren die Grundwehrdiener mit dem Taxi in die Schwarzenbergkaserne, wo sie ausgeforscht wurden. Zunächst wollte das Duo von nichts wissen. Nach und nach wurden jedoch sämtliche Beutestücke gefunden. Und plötzlich konnten sich die Rekruten auch wieder erinnern: Ihnen wurde sowohl der Diebstahl als auch die drei Bordellbesuche eindeutig nachgewiesen.
Nach Abschluss der Erhebungen wurden die beiden Grundwehrdiener im Alter von 19 und 21 Jahre wieder in die Obhut des Bundesheeres, und zwar der Militärstreife, übergeben. (apa/red)
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