"Verhältnismäßig, aber effizient": EU beschloss verschärfte Handgepäcks-Regeln
- Terror-Gefahr machte Verschärfung notwendig
·Airlines: EU-Regelung
für Handgepäck okay
Flüssigkeiten bis 100 ml dürfen mit in die Kabine
·Flug: Neue Regeln für Handgepäck erlassen
Flüssigkeiten bei AUA
nur bis 90 ml genehmigt
·Kaum Flüssigkeiten mehr im Handgepäck
EU will Einschränkung - kein generelles Verbot
·Keine Einigung auf Flugdaten-Abkommen
Verhandlungen von USA und EU gehen aber weiter
·Terrorangst unter Österreichern gering
12% fürchten Anschläge. Dänen mit größter Sorge.
·Amerikaner wollen ab jetzt alles wissen
Mehr Datenaustausch bei Transatlantikflügen
Schärfere Bestimmungen für das Handgepäck von Flugpassagieren hat die EU-Kommission in Brüssel verabschiedet. Flüssigkeiten dürfen nur noch in Behältern zu maximal 100 Millilitern in einem durchsichtigen Plastiksack mit einem Liter Fassungsvermögen mitgenommen werden. Weiters werden die zulässigen Maße des Handgepäcks beschränkt.
Damit reagiert die EU auf die im Sommer aufgedeckte Gefahr, die terroristische Akte mit flüssigem Sprengstoff für den Flugverkehr bedeuten könnte. Diese Maßnahmen seien "verhältnismäßig, aber effizient", sowie mit der zuständigen US-Behörde akkordiert, sagte Verkehrskommissar Barrot zu der Vereinbarung. Die Regelungen gelten bei Abflügen von allen Flughäfen innerhalb der EU, das Reiseziel spielt dabei keine Rolle.
Die Regeln zur Mitnahme von Flüssigkeiten werden Anfang November in Kraft treten, ausgenommen sind Medikamente und diätische Lebensmittel (u. a. Babynahrung), die während des Fluges benötigt werden. Auch können Flüssigkeiten (etwa Getränke und Parfum) mit an Bord genommen werden, die nach der Bordkartenkontrolle erworben wurden.
Bei der Größe des Handgepäcks gilt eine sechsmonatige Frist. Ab dann dürfen nur noch Gepäckstücke mit an Bord genommen werden, die maximal 56 mal 45 mal 25 Zentimeter groß sind. Ausnahmen könne es u. a. für Musikinstrumente und Kameras geben. Verschärft wird auch die Kontrolle von Mänteln, Jacken und Laptops.
Europa stelle sich damit gemeinsam einer neuen Gefahr entgegen, betonte Barrot. Die Mitgliedstaaten können diese EU-weite Regelung durch eigene Maßnahmen jedoch noch verschärfen.
(APA)
