Antiviren-Spezialist McAfee übt Vista-Kritik:
Redmonder behindern Software-Entwicklung
- Eigene Sicherheitsanwendung alleine sei hohes Risiko
- Immer mehr Entwickler treten gegen Microsoft auf
·Der Countdown läuft:
"Ready" für Vista?
Was Sie für das neue Betriebssystem brauchen
·EU warnt Redmonder vor Bundling bei Vista
Systemstart ohne haus- eigene Securitysoftware?
·Vista: Kein Platz für Gratis-Virenschutz?
Freeware-Anbieter sollen Betriebssystem "hacken"
Hersteller von Antiviren-Software machen Front gegen Microsofts neues Betriebssystem Windows Vista. Als weiterer Anbieter warf McAfee Microsoft vor, die Entwicklung von Sicherheits-Software für Vista zu behindern.
Damit wolle der weltgrößte Software-Hersteller einen Vorteil für seine eigenes Schutzsystem, das Windows Security Center, schaffen, das fester Bestandteil von Vista ist, kritisierte McAfee in einer ganzseitigen Anzeige in der "Financial Times" vom Montag. McAfee-Konkurrent Symantec hatte sich bereits ähnlich geäußert.
Hohes Risiko für Vista-User
Sollte Microsofts eigene Sicherheitssoftware der einzige Schutz für Vista werden, könnte dies beträchtliche Risiken für die Verbraucher haben, argumentiert McAfee: "Wenn sie versagt, versagt sie auf 97 Prozent der Desktops weltweit." Der Wettbewerb verschiedener Anbieter sei wichtig, um die Gefahren zu bekämpfen. Auch die EU-Kommission betonte mehrfach, dass der Wettbewerb bei Antiviren-Software nicht blockiert werden dürfe. Microsoft warnte daraufhin, der für Anfang 2007 geplante Marktstart von Vista könne in Europa verzögert werden. Ziel der eingebauten Sicherheitslösungen sei, den Kunden zu schützen.
Proteststimmung gegen Microsoft
Neben den Herstellern von Sicherheitsprogrammen soll auch der Softwarehersteller Adobe in Brüssel gegen Vista protestiert haben. Microsoft will in Windows ein Programm einbetten, mit dem PDF- Dokumente erstellt werden können. Adobe befürchtet, dass dadurch das Geschäft mit seiner Acrobat-Software einbrechen könnte.
Keine Lehre aus der Vergangenheit?
In den letzten Jahren hatte Microsoft zum Beispiel den einst führenden Internet-Browser Netscape mit seinem mit Windows verknüpften Internet Explorer binnen kurzer Zeit in die Nische verwiesen. Auch seine Multimedia-Software Media Player musste Microsoft auf Druck der EU-Kommission bereits stärker von Windows entkoppeln. (apa/red)
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