Streik liegt in der Luft: AUA-Chef Alfred
Ötsch versteht den Arbeitskampf nicht
- Sieht keine Grundlage - Von Strategie überzeugt
- Plus: Mitarbeiter üben harsche Kritik am Firmen-Chef
·Luftkampf: Bei AUA droht jetzt Streik!
Mitarbeiter üben harsche Kritik an Chef Ötsch
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Branchenverband rechnet
mit Ende für Papierticket
Es gebe keinen Grund für einen Arbeitskampf der Belegschaft, glaubt AUA-Chef Ötsch. Denn die Airline, die eine Verringerung des Personalstandes um 350 Mitarbeiter angekündigt hat, halte sich an alle Vereinbarungen. "Man kann nicht Betriebsmittel, Wachstum erstreiken", so Ötsch. Die vom Betriebsrat geplante Urabstimmung über Kampfmaßnahmen versteht er nicht.
Sie sei "beliebig gestaltbar" und "manipulierbar" und ein "Konstrukt, das rechtlich nicht existent ist", so Ötsch. Er führe aber viele Gespräche und sei zuversichtlich, dass sich die Lage entspannen werde. Es gebe auch genug Möglichkeiten, den Personalabbau ohne Kündigungen zu erreichen. So sollen fast 30 Lufthansa-Piloten wieder zu ihrem Mutterunternehmen zurückkehren, AUA-Piloten könnten an andere Unternehmen verleast werden, durch Schulungen würden mehr Piloten gebraucht und natürliche Abgänge gebe es auch.
Die etwa 350 Mio. Euro an frischem Kapital will die AUA zur Hälfte in Produktivitätssteigerungen investieren. Aber auch um als Verhandlungspartner der Flugzeugbauer ernst genommen zu werden, sei Eigenkapital nötig. Auf dem Prüfstand sei vor allem die Langstrecke, unter anderem die Verbindungen nach Japan und eine der beiden Destinationen in China. Ötsch ist davon überzeugt, dass die aktuelle Strategie der AUA mit dem Schwerpunkt Osteuropa richtig und nachhaltig ist. Dieser Zugang sei noch nie so überzeugend gewesen wie jetzt.
Eine Senkung des Treibstoffzuschlags ist für die AUA vorerst kein Thema. Der Zuschlag, der inzwischen im Gesamtpreis für die Tickets aufgeht und nicht mehr getrennt ausgewiesen wird, sei bisher eher zu niedrig gewesen und liege nun nach gesunkenen Ölpreisen erst richtig, sagt die AUA.
(apa/red)

