Donnerstag, 5. Oktober 2006

Geldsegen für Gewerkschaft: ÖGB-Zentrale in Wien zu "sehr gutem Preis" verkauft

  • Stillschweigen: Berichte sprechen von 48 Mio. Euro

Der ÖGB hat den Verkauf seiner Zentrale und der Liegenschaften am Wiener Schottenring und in der Wipplingerstraße zu einem "sehr guten Preis" bestätigt. Die Objekte gehen an einen von Pramerica Real Estate Investors (Deutschland) gemanagten Fonds. Den zuvor im "WirtschaftsBlatt" genannten Preis von 48 Mio. Euro wollte die Sprecherin von ÖGB-Präsident Hundstorfer nicht kommentieren.

"Zwischen Verkäufer und Käufer wurde Stillschweigen über die wirtschaftlichen Eckdaten des Verkaufes vereinbart, der Eigentumsübergang wird mit Ende des Jahres erfolgen", hieß es seitens des ÖGB. Der Verkaufserlös werde in die Bilanz 2006 einfließen. Der ÖGB zeigte sich "überzeugt, die Liegenschaft, auch in Anbetracht ihrer prägnanten Lage und historischen Bedeutung, bei den neuen Eigentümern in verantwortungsbewussten und professionellen Händen zu wissen".

Thomas Hoeller, Geschäftsführer der Pramerica, betonte, dass es gerade für ihn als österreichischen Staatsbürger eine große Freude sei, nach mehr als sechs Jahren Marktpräsenz in Wien endlich ein "Flagship Projekt" zu realisieren. Für Pramerica ist der österreichische Markt interessant, da das Mietniveau im europäischen Vergleich unterbewertet erscheine.

Die Käufersuche erfolgte in den vergangenen zwei Monaten im Wege eines internationalen Tenderverfahrens, in dem sich die nunmehrigen Käufer nach anfänglich mehr als 100 Interessenten auch gegen namhafte heimische Immobilieninvestoren durchsetzen konnten, betonte der ÖGB.

(apa/red)

5.10.2006 19:02