Mittwoch, 4. Oktober 2006

Keine Mega-Allianz in Autobranche: GM und Renault-Nissan brechen Verhandlungen ab

  • Angeschlagener US-Autokonzern bleibt weiter allein

Die Verhandlungen über eine Mega-Allianz von Renault-Nissan mit dem angeschlagenen US-Autokonzern General Motors sind gescheitert. Die Gespräche seien abgebrochen worden, erklärten GM und Renault-Nissan. Man habe sich nicht darauf verständigen können, welche Vorteile die Allianz habe und wie die Vorteile verteilt werden sollten, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Zuvor hatte bereits das "Wall Street Journal" gemeldet, das Ende der Verhandlungen sei während eines Telefonats des GM-Chefs Rick Wagoner mit dem Unternehmenschef Carlos Ghosn von Renault-Nissan vereinbart worden. Die Aktien von GM fielen an der New Yorker Börse um mehr als zwei Prozent.

Die ersten konkreten Gespräche über eine Kooperation wurden im Juli geführt, dabei einigten sich Ghosn und Wagoner auf eine Frist bis zum Herbst. Den Anstoß zu dem Projekt gab GM-Großaktionär Kirk Kerkorian, der Ghosn für den richtigen Mann hielt, General Motors aus der Krise zu führen.

Der größte Autobauer der Welt schloss das vergangene Jahr mit einem Verlust von mehr als zehn Mrd. Dollar ab, während Renault und Nissan auch dank einer effektiven Zusammenarbeit solide Gewinne machten. Allerdings beginnt ein hartes Sanierungsprogramm bei GM mit massivem Stellenabbau und Werksschließungen zu greifen.

(apa)

4.10.2006 20:34