Herbstlohnrunde für Metaller & Industrie: Erste Runde endete ohne Ergebnisse
- Nächste Verhandlungsrunde steigt am 12. Oktober
- Signalwirkung für alle weiteren KV-Runden
Ohne Ergebnis endete die erste Kollektivvertragsrunde für rund 180.000 Metallarbeiter und Industrieangestellte. Nach mehr als 4 Stunden gingen die Sozialpartner auseinander und werden am kommenden Donnerstag (12. Oktober) weiter verhandeln.
Für die Arbeitnehmer verhandelt heuer erstmals Metaller-Chef Erich Foglar, der Rudolf Nürnberger nachgefolgt ist. Angestellten-Verhandler ist wie schon in den vergangenen Jahren Karl Proyer von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA). Ihnen gegenüber sitzen für die Unternehmerseite Leitz-Geschäftsführer Hermann Haslauer und Christoph Hinteregger.
Die Gewerkschaft hat eine Erhöhung der Ist- und Mindestlöhne gefordert und will heuer auf Grund der guten Unternehmensergebnisse und des hohen Wirtschaftswachstums einen ordentlichen Lohn- und Gehaltsabschluss durchsetzen. Laut Prognose der Wirtschaftsforscher Wifo und IHS wird die Wirtschaft heuer zumindest um 3,1 Prozent wachsen, was einen Dreier vor dem Komma wahrscheinlicher werden lässt. Die Unternehmer wollen mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit und bei der Lohnfindung. Die unterschiedlichen Entwicklungen der einzelnen Unternehmen müssen mehr berücksichtigt werden, so die Unternehmerseite.
Im Vorjahr hatten sich die Sozialpartner auf eine Erhöhung der Ist- und der Mindestlöhne um 3,1 Prozent geeinigt. Der neue Kollektivvertrag soll per 1. November gelten und hat traditionell Signalwirkung für alle kommenden Tarifrunden.
(apa/red)

