Der ÖFB bastelt weiter am EURO-Fahrplan: Früheres Liga-Ende 2007/08 fix eingeplant
- Weitere Länderspiele und Teamquartier noch offen
- Echter Kracher soll als Länderspielgegner kommen
·IHRE MEINUNG zum österreichischen Team
Mitreden: Sind Sie mit der Leistung zufrieden?
·Die große Übersicht
über die EM-Quali '08
Alle Spiele, Ergebnisse und sämtliche Tabellen
·EURO-Maskottchen heißen "Trix" & "Flix"
Klicken: BILDER der rot-
weißen Fußballzwillinge!
·KLICKEN: Spielplan für die Fußball-EM '08
Alle Spieltermine und Stadien der Heim-EURO
·DISKUSSION: EM
2008 in Österreich
Ist "Hicke" der Richtige? Wird EM eine Blamage?
Der Österreichische Fußball-Bund bastelt nach wie vor am Fahrplan für die EURO 2008. Um für die Heim-Europameisterschaft so gut wie möglich gerüstet zu sein, haben sich der Verband und die Bundesliga zum Ziel gesetzt, die Meisterschaft 2007/08 bis spätestens 26. April, also rund sechs Wochen vor Turnierbeginn, zu beenden und sich damit einen Vorteil gegenüber anderen Teams zu verschaffen.
Über den Weg zu einem früheren Liga-Finish sind sich die Verantwortlichen aber noch nicht im Klaren. Eine Variante wäre der Einbau von Rasenheizungen in allen Bundesliga-Stadien, damit mehr Meisterschaftsspiele im Winter über die Bühne gehen können. Mehr Spielraum könnte auch der Wegfall des Cup-Bewerbes bieten - der für den Pokalsieger reservierte UEFA-Cup-Platz würde in diesem Fall auf Grund einer Sondergenehmigung über die Meisterschaft ausgespielt werden, wie die UEFA dem ÖFB versicherte.
"Aber das ist nur eine Option. Entschieden muss es bis spätestens Jahresende sein", erklärte ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig im Trainingscamp der Nationalmannschaft in Tschagguns. Laut Ludwig würde ein Verzicht auf den vom ÖFB organisierten Bewerb Platz für vier Spieltage und ein zusätzliches Länderspiel bringen.
Ausfall des Cup-Bewerbs um jeden Preis
Für die Bedenken der unterklassigen Vereine, die um zusätzliche Einnahmen bangen und den Verlust des reizvollen Duells "David gegen Goliath" beklagen, hat der Generalsekretär nur bedingt Verständnis. "Bei aller Wertschätzung für kleinere Klubs, diese Opfer muss man auch vom Amateursport fordern können", sagte Ludwig und betonte, bezüglich Sponsorverträge wäre der einmalige Ausfall des ÖFB-Cups kein Problem.
So wie das Cup-Schicksal ist auch der Standort des ÖFB-Camps in der ersten Februar-Woche noch offen. "Das Winter-Trainingslager findet entweder in Süditalien oder auf Malta statt", sagte Ludwig. Fix ist im Rahmen dieser Teamzusammenkunft ein Länderspiel gegen die Insel-Truppe, gleichsam als Generalprobe für das Auswärtsspiel im März gegen Vize-Weltmeister Frankreich.
Echter Kracher als Länderspielgegner geplant
Danach empfängt die österreichische Auswahl im Juni des kommenden Jahres China und tritt im Oktober in der Schweiz gegen den EURO-Partner an. Insgesamt elf Länderspiele sind 2007 geplant: Im September könnte es zur WM-Revanche von 1998 kommen, sollten die damaligen ÖFB-Gruppengegner Chile und Kamerun ihr Kommen zusagen.
Auch mit dem dritten Kontrahenten der Endrunde in Frankreich, dem amtierenden Weltmeister Italien, führt der Verband Gespräche über einen möglichen Testspiel-Termin. "Außerdem verhandeln wir mit den Niederlanden, Deutschland, Brasilien und Frankreich", erklärte Ludwig.
Neben den Verhandlungen mit potenziellen Ländermatch-Gegnern befindet sich Ludwig weiterhin auf der Suche nach einem geeigneten Quartier für die EURO 2008. "Die Entscheidung soll rund um das Trinidad-Spiel im November fallen." Auf Grund von Sponsorverpflichtungen gastiert das Team im Burgenland, allerdings wird die EURO-Unterkunft laut Generalsekretär erst eine Woche vor Turnierbeginn bezogen. In den Wochen davor wird die Auswahl in einem anderen Hotel zusammengezogen.
Kein Mitglied der ÖFB-Truppe bei der EURO wird nach Angaben von Ludwig Steffen Hofmann sein, auch wenn FIFA-Präsident Sepp Blatter in einem Interview mit der "Sportwoche" eine Chance auf eine Spielgenehmigung des Deutschen für Österreich angedeutet hatte. Auf Grund dieser Aussagen fuhr Ludwig am Freitag zur FIFA nach München, um mit einigen maßgeblichen Leuten zu diesem Thema Gespräche zu führen. Illusionen machte sich der Generalsekretär aber keine. "Nach den Unterlagen, die mir vorliegen, gibt es in diesem Fall keine Hoffnung."
(apa/red)










