Umfallen verboten: Nationalteam vor Spiel
in Liechtenstein mit einigen Sorgenkindern
- Stranzl, Prager, Schranz und Akagündüz nicht fit
- Hicke vor Schlüsselspiel: "Ivanschitz wie verwandelt"
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Vor dem Länderspiel in Vaduz gegen Liechtenstein muss sich die medizinische Abteilung der Nationalmannschaft mit einigen Sorgenkindern beschäftigen. Martin Stranzl (erhöhte Temperatur), Thomas Prager, Muhammet Akagündüz und Andreas Schranz hatten im Trainingslager in Tschagguns mit körperlichen Problemen zu kämpfen, dafür befand sich Ferdinand Feldhofer nach einer Viruserkrankung wieder auf dem Weg der Besserung.
Vor allem ein möglicher Ausfall von Stranzl würde Teamchef Josef Hickersberger Kopfzerbrechen bereiten. "Sollte er krank werden, hätten wir ein Problem, denn er entwickelt sich sowohl auf dem Platz als auch außerhalb des Platzes immer mehr zu einer Führungspersönlichkeit", meinte Hicke, stellte aber auch klar, dass weiterhin Andreas Ivanschitz die Kapitänsschleife tragen wird. "Er kommt immer besser in Form und ist auf Grund seiner Erfolgserlebnisse bei Panathinaikos wie verwandelt."
Plassnegger vor Debüt-Einsatz
Von einem Vereinswechsel profitiert hat auch Gernot Plassnegger, der schon nach wenigen Partien für Rapid in den Teamkader berufen wurde und nun (möglicherweise als linker Verteidiger) vor seinem ersten Länderspiel steht. "In der Vergangenheit hat es blöde Zwischenfälle gegeben, sonst wäre ich vielleicht schon früher dabei gewesen", meinte der 28-Jährige in Anspielung auf den Transferpoker zwischen Rapid und dem GAK, der mit einer viermonatigen Sperre für den früheren Deutschland-Legionär geendet hatte.
Dass er dadurch bis Ende August auf sein Debüt für die Hütteldorfer warten musste, trägt Plassnegger dem GAK noch immer nach. "Es kann nicht sein, dass ein Verein Fehler macht und der Spieler der Dumme ist." Der Defensiv-Spezialist war im vergangenen Frühjahr wegen ausständiger Zahlungen aus seinem Vertrag mit den Grazern ausgestiegen, worauf der GAK Protest einlegte und die Sperre erwirkte.
Dafür will Plassnegger seinen Ex-Arbeitgeber zur Rechenschaft ziehen. "Ich habe den GAK vor dem Grazer Arbeitsgericht geklagt, die erste Anhörung hat schon stattgefunden. Ich will beweisen, dass ich zu Recht aus dem Vertrag ausgestiegen bin."
Schwierige Zeiten für Weissenberger
Sorgen ganz anderer Art beschäftigen derzeit Markus Weissenberger. Der Vorarlberger lieferte bei seinem Klub Eintracht Frankfurt zwar gelungene UEFA-Cup-Darbietungen ab, in der deutschen Bundesliga musste er bisher aber mit der Ersatzbank vorlieb nehmen. "Ich habe dem Trainer gezeigt, dass ich die Mannschaft führen kann und gut drauf bin und denke, dass ich in Zukunft mehr spielen werde", gab sich der Mittelfeldspieler dennoch optimistisch.
Der 31-Jährige will nun im ÖFB-Teamcamp das Vertrauen des Teamchefs rechtfertigen und seine EURO-Reife unter Beweis stellen. "Ich probiere, mich im Training aufzudrängen, damit ich im Team bleibe." Diese professionelle Einstellung forderte Weissenberger auch von seinen Kollegen. "Ich will, dass es im Training voll zur Sache geht. Es braucht schon eine gewisse Aggression, wenn die nicht da ist, ist es schwierig, im Spiel den Schalter umzulegen."
In diesem Zusammenhang nannte der 22-fache Internationale Deutschland als Vorbild. "Dort gibt es fast in jedem Training eine kleine Auseinandersetzung, die muss danach aber wieder vergessen sein." Auch am unbedingten Willen der Fußballer aus dem Land des WM-Gastgebers 2006, doch noch den Sprung ins Endrunden-Aufgebot zu schaffen, könnten sich die heimischen Kicker einiges abschauen. "Ich habe erlebt, was in Deutschland vor der WM abgegangen ist. Da wollte jeder dabei sein, deshalb war die Einstellung auch sehr gut."
(APA/red)










