Neuer Eklat in Spanien: Saragossa-Fans beleidigten wiederholt gegnerische Spieler
- Hohe Strafe nach neuem Rassismus-Fall erwartet
Der spanische Erstligist Real Saragossa muss nach rassistischen Ausfällen einiger Fans im Heimspiel gegen Levante mit einer harten Strafe rechnen. Schiedsrichter Fernando Teixeira Vitienes hielt in seinem Spielbericht fest, dass einige Zuschauer "Affengeschrei" in Richtung eines Levante-Spielers brüllten.
Vitienes hatte noch während der Partie über den Stadionsprecher veranlasst, dass die "Fans" die rassistischen Laute unterlassen. "Ich habe dann auch nichts mehr gehört", sagte der Schiedsrichter. Doch das Publikum in Saragossa ist Wiederholungstäter. Vor zwei Jahren wurde Barcelona-Stürmer Samuel Eto'o auf diese Weise erniedrigt, im Februar dieses Jahres erwischte es ihn wieder. Daraufhin wollte er noch während des Spieles den Rasen verlassen, wurde aber von Mitspielern zum Weitermachen überredet.
Auch andere Spieler gegnerischer Mannschaften ereilte das gleiche Schicksal wie Eto'o. Der spanische Verband bestrafte Saragossa zuerst mit 600 Euro, nach dem Wiederholungsfall bei Eto'o bekam der Klub 9.000 Euro Strafe. Saragossa versprach danach, sich dem Problem anzunehmen und die Verantwortlichen zu bestrafen. Der spanische Verband will mit harten Strafen gegen Rassismus auf den Rängen vorgehen.
(apa/red)
