Russland war eine Nummer zu groß: Austro- Teams bei Fecht-WM vorzeitig rausgeflogen
- Florettfechterinnen holten immerhin neunten Platz
- Herren enttäuschten: Am Schluss nur Rang 15
Nach den Enttäuschungen im Einzel sind bei der Fecht-WM in Turin Österreichs Teilnehmer auch im Mannschaftsbewerb früh gescheitert. Im Degen-Bewerb der Herren unterlagen Christoph Marik, Jörg Mathe und Marcus Robatsch im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale Russland mit 38:45.
Russland erwies sich auch für Österreichs Florettfechterinnen Anna Döcker, Barbara Koppenwallner und Sandra Kleinberger, die im Achtelfinale mit 18:45 verloren, als Stolperstein.
Die Damen haben zumindest noch einen beachtlichen neunten Platz geholt. Barbara Koppenwallner, Anna Döcker und Sandra Kleinberger starteten die Poolgefechte um die Plätze 9-16 mit einem Prestigeerfolg über Deutschland (36:31). Koppenwallner war die Garantin für den Erfolg, gewann alle ihre drei Einzelgefechte, darunter auch gegen Anja Müller, die Vizeweltmeisterin von 2005.
Entfesselte Österreicherinnen ließen in der Folge auch der Ukraine (33:25) und Venezuela (45:31) keine Chance. "Wir haben eine sehr junge Truppe, das Ergebnis ist wirklich sehr erfreulich", sagte Österreichs Fechtsportkoordinator und Delegationsleiter in Turin Hans-Jürgen Burghardt.
Für die Herren ging der Degenmannschaftsbewerb mit einer großen Enttäuschung zu Ende. Nach der Niederlage im Achtelfinale gegen Russland (38:45) mussten sich Christoph Marik, Jörg Mathe, Marcus Robatsch und Florian Schmid in den ersten beiden "Platzierungsrunden" sowohl gegen Venezuela (31:45), als auch gegen Südkorea (34:45) geschlagen geben. Mit einem Erfolg im letzten Gefecht (45:37) gegen die Niederlande sicherten sich die Österreicher zumindest noch den 15. Endrang. "Der 15. Platz ist nicht das, was wir uns erwartet haben", machte Burghardt deutlich.
Positives konnte aber auch trotz des schlechten Abschneidens herausgefiltert werden. So bekam "Ersatzmann" Florian Schmid in den Kämpfen um die Plätze 9-16 seine Chance. "Und wir sind unter 34 Nationen zumindest in der ersten Hälfte dabei", so Burghardt.
(apa/red)
