Hisbollah-Waffenarsenale wieder aufgefüllt:
Raketen reichen sogar bis Kreta und Türkei
- Munition über Syrien ins Krisengebiet transportiert
- Nutzlos: Einsatz der deutschen Marine "reine Show"
Die schiitische Hisbollah-Miliz soll Mittelstrecken-Raketen besitzen, die eine Reichweite von knapp 1000 Kilometern haben und somit Ziele in der Türkei und auf der griechischen Insel Kreta treffen könnten. Einem vertraulichen Bericht des deutschen Bundesnachrichtendienstes zufolge seien die iranischen Raketen über Syrien in den Libanon gebracht worden, meldet das Nachrichtenmagazin "Focus".
Zusätzlich seien tonnenweise Mörser, Munition und Gewehre an die Hisbollah übergeben worden. Nach Überzeugung der deutschen Geheimdienstexperten hat die Hisbollah nach Ende der Kämpfe mit Israels Armee alle Waffenarsenale aufgefüllt und ist militärisch in einigen Bereichen sogar stärker als zuvor.
Ein hoher BND-Beamter sagte dem Magazin, der bevorstehende Einsatz der deutschen Marine zur Verhinderung des Waffenschmuggels vor der libanesischen Küste im Rahmen der UNO-Truppe UNIFIL sei "reine Show. Die Hisbollah strotzt vor neuer Stärke."
Im Juli hatte Israel einen 33-tägigen Krieg gegen den Libanon geführt, um den Raketenbeschuss seines Territoriums durch die Hisbollah zu stoppen und zwei von ihr verschleppte Soldaten zu befreien. Auf UNO-Vermittlung kam Mitte August ein Waffenstillstand zwischen den Konfliktparteien zustande.
Eine auf 15.000 Soldaten aufgestockte UNO-Truppe soll nun die Hisbollah im Libanon in Schach halten und insbesondere Waffenlieferungen an die Miliz von ihren Verbündeten Iran und Syrien unterbinden.
(apa/red)
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