Chemieunfall in North Carolina: Chlorwolke über Stadt - 17.000 Menschen geflohen
- Reihe von Explosionen erschüttern Vorort von Apex
- 18 Menschen in Krankenhäausern behandelt
Ein Unfall in einer Chemiefabrik in Raleigh im US-Bundesstaat North Carolina hat etwa 17.000 Menschen in die Flucht getrieben. Nach einer Reihe von Explosionen war in der Fabrik, die unter anderem schwefel- und chlorhaltige Abfälle verarbeitet, ein Großbrand ausgebrochen, wie US- Medien meldeten.
Erste Luftmessungen hätten jedoch "nichts Alarmierendes" für die Bevölkerung ergeben, hieß es von den Behörden weiter. Steter Regen habe die Giftstoffe allem Anschein nach rasch aus der Luft gewaschen. Der Wind habe zudem in einer günstigen Richtung geweht, weg von größeren Ortschaften.
Wegen einer großen Wolke aus Chlor und anderen Giftstoffen hatte die Polizei die Bevölkerung im Vorort Apex aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Die Behörden evakuierten auch ein nahes Altersheim und richteten im Gemeindezentrum von Apex ein Notaufnahmelager ein. 18 Menschen - unter ihnen acht Polizisten und ein Feuerwehrmann - wurden laut CNN in Krankenhäusern behandelt, weil sie Rauch und giftigen Gasen ausgesetzt waren.
Die Feuerwehr konnte gegen die bis zu 50 Meter hohen Flammen auf dem Gelände der EQ Industrial Services in der Nacht den Angaben zufolge nur eingeschränkt vorgehen. Erst bei Tagesanbruch sei aus Sicherheitsgründen eine massive Bekämpfung des Brandes möglich gewesen. Mehr als zwölf Stunden nach Ausbruch des Feuers hatten die Einsatzkräfte die Flammen aber immer noch nicht erstickt. Das Firmengebäude brach infolge des Brandes zusammen. Die Schulen in Apex blieben am Freitag wegen des Unfalls geschlossen. Über die Ursachen des Unglücks wurde zunächst nichts bekannt.
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit13:07
Wusste Mutter davon?19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien13:29
Weitere TodesopferSchon wieder schwere Schäden und Tote nach neuen Erdstößen in Norditalien
Anders Behring Breivik11:25
Arische Nasen-OP"Wir fanden es ein wenig dekadent", erzählt ein Jugendfreund des Attentäters
