Weg frei für Festung USA: Südgrenze der Vereinigten Staaten soll befestigt werden
- Zäune und Kameras sollen Einwanderer abwehren
- Bush unterzeichnet entsprechende Gesetzesvorlage

US-Präsident Bush hat den Weg für den Bau einer mehr als tausend Kilometer langen Sperranlage an der Grenze zu Mexiko freigemacht. In Arizona unterzeichnete Bush eine Gesetzesvorlage, die rund 1,2 Mrd. Dollar für die Errichtung der etwa 1.200 Kilometer langen Anlage an der Südgrenze der USA bereitstellt.
Mit zusätzlichen Zäunen, Fahrzeugsperren, Infrarotkameras und Radarstationen sollen illegale Einwanderer aus Lateinamerika am Grenzübertritt gehindert werden. Bei Fertigstellung würde die aufgerüstete Grenzanlage etwa ein Drittel der Grenze zwischen Mexiko und den USA absichern. Im vergangenen Monat hatte der US-Kongress dem Vorhaben zugestimmt.
Bush verteidigte das Vorhaben, das vom Nachbarland Mexiko und von Einwanderergruppierungen scharf verurteilt wird. "Die Bürger in unserem Land wollen es so", sagte er in Scottsdale. "Sie wollen sehen, dass wir die Grenze modernisieren, um sie besser schützen zu können."
Der Zaun sollte ursprünglich Teil eines wesentlich umfangreicheren Paketes zur Bekämpfung illegaler Einwanderung sein. Im Mai hatte der US-Senat eine Reform des Einwanderungsgesetzes beschlossen, durch die Millionen von Migranten in den USA ein Aufenthaltsrecht bekommen sollten. Die von Bush unterstützte Initiative wurde allerdings von der republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus blockiert.
Seit Jahren bemühen sich die US-Sicherheitskräfte eher erfolglos, mit wachsendem Aufwand an der 3.200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko illegale Einwanderer abzufangen. Allein im vergangenen Jahr kamen an der Grenze zwischen den USA und Mexiko 472 Menschen ums Leben, in den meisten Fällen, weil sie sich im unwegsamen Wüstengelände verloren.
(apa)
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