Donnerstag, 5. Oktober 2006

Wahlkarten schon zum Teil ausgezählt: BZÖ scheint nun fix im Nationalrat vertreten!

  • Westenthaler-Truppe damit sicher im Nationalrat!
  • 21. Mandat fast fix an Grüne. Duell FPÖ-Grün knapp

Das BZÖ wird - wie erwartet - die Vier-Prozent-Hürde für den Einzug in den Nationalrat sicher schaffen. Dem Vernehmen nach liegt das Bündnis nach ersten Wahlkartenauszählungen aus den Ländern besser als erwartet, angeblich gibt es in Kärnten eine fast 20-prozentige Zustimmung bei den Wahlkarten. Die Grünen wiederum dürften ziemlich sicher das 21. Mandat schaffen, wobei aber die Frage ist, ob dieses vom BZÖ oder von der SPÖ kommen wird. So heißt es, dass derzeit eher die Sozialdemokraten ein Mandat zu Gunsten der Grünen verlieren würden.

Sehr knapp könnte das Rennen noch um den dritten Platz zwischen FPÖ und Grünen werden. Mandatsmäßig scheint ja mit je 21 Abgeordneten der Gleichstand gegeben, bei den Stimmen könnte es zuletzt um ein paar hundert Unterstützungen gehen.

Mandatsmäßig würde es nach derzeitigem Trend zwei Varianten geben: SPÖ 68 - ÖVP 66 - FPÖ 21 - Grüne 21 - BZÖ 7 oder SPÖ 67 - ÖVP 66 - FPÖ 21 - Grüne 21 - BZÖ 8. Offiziell gibt es von keiner Landeswahlbehörde eine Aussage über erste vorliegende Ergebnisse. Wie es tatsächlich ausgegangen ist, wird Montag am späten Abend bekannt gegeben.

Der Leiter der Wahlabteilung im Innenministerium, Robert Stein, wollte den Trend auf Anfrage der APA weder bestätigen noch dementieren: "Das ist alles Kaffeesudleserei." Noch bis Montag 12 Uhr können Wahlkarten aus dem Ausland eintreffen. Erst danach wird ein vorläufiges Endergebnis inklusive Wahlkarten vorliegen.

Regierungsbildungs-Auftrag am Mittwoch möglich
Bundespräsident Heinz Fischer hält es für möglich, dass er kommenden Mittwoch den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen wird. "Das Wahlergebnis wird frühestens am späten Montagabend vorliegen. Der Dienstag wird noch dem einen oder anderem Gespräch dienen. Mittwoch könnte man den Auftrag erteilen", sagte Fischer bei einer Pressekonferenz in Rom.

Auf die Frage, wie lange die Koalitionsverhandlungen dauern werden, antwortete Fischer, dass das Gesetz keine Fristen festlege. "In 40 Jahren haben die kürzesten Koalitionsverhandlungen vier Wochen, die längsten fünf Monate gedauert. Ich habe schon die Hoffnung geäußert, dass bis Weihnachten die Verhandlungen abgeschlossen werden. Das ist eine vernünftige Frist", so der Präsident.

(apa/red)

5.10.2006 17:24