"Schwere Schwangerschaft": Westenthaler soll "Baby BZÖ" als Klubobmann großziehen
- Scheuch über FP-Strache: "Persönliche Animositäten"
- Bündnissprecher verspricht "Eiruhe" für "Baby" BZÖ
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Peter Westenthaler bleibt BZÖ-Obmann und wird Klubobmann der Orangen im Parlament, erklärte Bündnissprecher Uwe Scheuch im Gespräch mit der APA. Dass es Kritik an Westenthaler seitens des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider gegeben habe, wies Scheuch zurück. "Nein, da wird viel gemunkelt. Es ist schön, dass Kärnten einen wichtigen Beitrag geleistet hat, aber die 13.000 Stimmen aus Wien sind gleich wichtig wie die 80.000 aus Kärnten".
Das BZÖ bereite sich jetzt jedenfalls auf die Oppositionsarbeit für die nächsten vier Jahre vor. Darauf angesprochen, ob er damit eine Regierungsbeteiligung auf jeden Fall ausschließe, sagte Scheuch: "Ich gebe immer die gleiche Antwort. Ich werde nichts ein- und ausschließen. Der Ball liegt bei den anderen. Die Großparteien haben zwar Stimmen verloren, aber die werden mit der Regierungsbildung beauftragt. Wir werden uns alles anhören".
"Strache hat persönliche Animositäten"
Ob er trotz der jüngsten Absage von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache eine schwarz-blau-orange Variante noch für möglich hält? - Scheuch: "Die Frage kann ich nicht beantworten. Strache hat einmal Ja und einmal Nein gesagt". Sollte Strache wieder umschwenken, was dann? - Scheuch: "Da haben wir schon zwei Konjunktive. Strache hat persönliche Animositäten, und er hat ja weit schlechter abgeschnitten bei den Wahlen als er erwartet hat. Jetzt ist er ein bissl beleidigt, weil wir gewonnen haben. Aber wir werden Gespräche nie verweigern".
Auf eine mögliche Aufstockung der Bundesgeschäftsführung oder des Generalsekretariats (Scheuch ist als Bündnissprecher de facto Generalsekretär) angesprochen, sagte Scheuch, "es ist natürlich ganz klar, dass wir jene Leute, die in den Bundesländern gut wahlgekämpft und sich massiv bewährt haben, und die aufgrund der Konstellation nicht im Parlament sitzen werden, auf etwaige Funktionen auf Bundesebene besetzen". Dies sei beispielsweise in Tirol mit Andreas Gebauer und in der Steiermark mit Gerald Grosz der Fall gewesen.
Scheuch noch müde von "schwieriger Schwangerschaft"
Und Scheuch gab zu bedenken, dass das "Baby BZÖ gerade erst auf die Welt gekommen ist". Die "Zeugung war am 4. April 2005 (Abspaltung von der FPÖ, Anm.), und am 1. Oktober bei der Nationalratswahl gab es die richtige Geburt". Befragt, ob angesichts der doch recht langen Schwangerschaft von 18 Monaten das Erwachsensein des BZÖ wahrscheinlich erst 2050 kommen könne, schwenkte Scheuch ins Tierreich: "Das war zwar eine schwierige Schwangerschaft. Aber das ist nicht mit einem Kind zu vergleichen. Vergleichen wir es mit einem anderen Tier, wo zwar die Tragzeit länger ist, aber die wachsen dann schneller. Das BZÖ ist ein Nestflüchter, um in der biologischen Sprache zu bleiben. Man kann das mit einem Reh vergleichen. Beim Reh gibt es über den Winter sogar eine Eiruhe, da wird die Schwangerschaft unterbrochen".
(APA/red)
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