Hoffen auf "Hauch des Glücks": Van der Bellen sieht dritten Platz noch in Reichweite
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Die Grünen bleiben dabei, nach Auszählung der Wahlkartenstimmen nicht nur mandatsmäßig mit der FPÖ gleichzuziehen, sondern mit einem "Hauch des Glücks" noch Platz drei zu erreichen. Bundessprecher Van der Bellen erklärte nach der Sitzung des Bundesvorstands, die Grünen seien "der Sieger der Nationalratswahl".
Van der Bellens Stellvertreterin Glawischnig meinte, dass "wir die Nummer Eins in der Opposition sein werden". Sie verwies darauf, dass die SPÖ fast 100.000 Stimmen verloren habe, die ÖVP ein Minus von 470.000 Stimmen aufweise, die FPÖ lediglich 27.000 Stimmen dazu gewonnen habe, die Grünen aber bei einem Plus von 60.000 nach Auszählung der Wahlkarten liegen würden. Dabei legte sie eine interne Prognose vor, die den Grünen als Endergebnis der Wahl 524.086 Stimmen ausweist, sie mit 11,17 Prozent auf Platz drei vor der FPÖ ausweist, die demnach lediglich auf 11,03 Prozent käme.
Van der Bellen meinte wiederum, "der Vergleich macht uns sicher": Die SPÖ hat ein Mandat eingebüßt, die ÖVP gleich 13 verloren, die FPÖ drei dazugewonnen und die Grünen würden - eben nach Auszählung der immer wieder beschworenen Wahlkarten - ein Plus von vier Mandaten aufweisen und damit zumindest auf einen Gleichstand mit den Freiheitlichen von 21:21 kommen. Und eben "mit einem Hauch des Glücks" werde man auch stimmenmäßig vor der FPÖ liegen.
Befragt, ob dies angesichts der Euphorie nicht eine Realitätsverweigerung sei, sagte Van der Bellen: "Wir brauchen uns nicht darüber streiten. Kommenden Montag werden wir es sehen". Auf die Frage, ob er die ganze Legislaturperiode im Amt bleiben werde, antwortete Van der Bellen: "Ja, sicher bis ich hundert bin". Die Oppositionsarbeit beherrsche man bei den Grünen "ausgezeichnet", zur verpassten Regierungsbeteiligung meinte er: "Jetzt geht es sich nicht aus, auf zur nächsten Runde".(apa/red)
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