Mit Eisenstange auf Inhaber eingeschlagen:
Supermarkt in Steiermark brutal überfallen
- Maskierter lauerte 56-Jährigem mit Brecheisen auf
- Täter soll angeblich von "Rache" gesprochen haben
Ein unbekannter Täter hat einen Supermarkt in der Südsteiermark überfallen und dabei den Geschäftsinhaber mit einem Brecheisen niedergeschlagen. Der Räuber hatte dem 56-Jährigen offenbar am Hintereingang aufgelauert. Er schlug zuerst mit der Stange auf ihn ein und zwang ihn dann, die Büroräume zum Tresor aufzusperren. Der Täter flüchtete mit geringer Beute. Das Opfer konnte noch selbst die Polizei verständigen.
Gegen 19.30 Uhr sperrte der Inhaber eines Spar-Markts in der südweststeirischen Gemeinde St. Martin im Sulmtal (Bezirk Deutschlandsberg) den Hintereingang auf, um das Geschäft zu verlassen. "In diesem Moment ist ein Mann vermutlich mit einem Brecheisen auf ihn zugestürmt und hat sofort zugeschlagen", berichtete Abteilungsinspektor Gerald Kahr von der Raubgruppe des Landeskriminalamts Steiermark. "Der Täter hat ihn zurückgedrängt in den Lagerraum, wo sich zirka zwölf Minuten lang ein Kampf abgespielt haben muss. Es hat dort fürchterlich ausgeschaut." Der Tatort gleiche eher dem eines Tötungsdelikts nicht eines Raubüberfalls, Blutspuren seien in drei Metern Höhe zu sehen, so Kahr. Laut dem Opfer soll dort der Täter auch von "Rache" gesprochen haben.
"Danach ist der Täter kurzfristig ins Freie. Auf den Bildern der Überwachungskamera sieht man, dass er offensichtlich überlegt, was er jetzt tun soll", erklärte der Kriminalist. Dann sei der Unbekannte - der mit einem Kleidungsstück am Kopf maskiert war - wieder in den Lagerraum zurückgekehrt und habe den 56-Jährigen gezwungen, die Tür zum Büro aufzusperren. Da soll der Täter auch "Geld" mit einem ausländischen Akzent gesagt haben, so Kahr. Im Büro bediente sich der Unbekannte aus dem Tresor, den er mit den Schlüsseln, die er zuvor an sich genommen hatte, aufgesperrt hatte. Die Beute war aber gering - nur einige Münzrollen und etwas Wechselgeld befanden sich im Safe, die Tageslosung war schon zuvor zur Bank getragen worden.
Nach der Tat flüchtete der Unbekannte. Das Opfer verständigte vom Festnetz aus die Exekutive - sein Handy hatte der Räuber mitgenommen. Um den Beamten die Tür zu öffnen, rollte sich der Schwerverletzte auf einem Bürostuhl zur Tür. Er wurde ins LKH Deutschlandsberg eingeliefert und in der Nacht operiert. U.a. waren eine Fraktur im Gesicht und Rissquetschwunden diagnostiziert worden.
Der Überfall sei "etwas anders" abgelaufen als bei vergleichbaren Delikten, meinte der Ermittlungsleiter. Was im Lagerraum genau passiert sei und ob es sich tatsächlich um eine Racheaktion gehandelt haben könnte, müsse erst geklärt werden.
(APA/red)
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