Flugunfall in der Steiermark: Deutsches Kleinflugzeug abgestürzt - ein Toter!
- Weitere Person wurde bei Crash schwer verletzt
- Maschine verschwand von Schirm. Ursache unbekannt

Bei dem Absturz einer Cessna 172 in der Weststeiermark ist ein 72-jähriger deutscher Staatsbürger getötet worden. Ein zweiter Insasse, ein 67-jähriger Mann, hatte die Nacht eingeklemmt im Wrack verbringen müssen. Er konnte mit lebensgefährlichen Verletzungen geborgen und ins LKH Graz geflogen werden. Über die Absturzursache wurde vorerst nichts bekannt gegeben.
Die deutsche Maschine mit zwei Insassen war im bayrischen Vilshofen bei Passau gestartet und hätte zwei Stunden später in Klagenfurt landen sollen. Nachdem das Flugzeug nicht ankam, wurde Alarm ausgelöst. "In den 30 Minuten, nachdem eine Maschine nicht planmäßig landet, versucht man, sich ein Bild zu machen, warum das Flugzeug nicht gelandet ist", erklärte Heinz Sommerbauer von der Austro Control. Knapp vor der geplanten Landezeit sei die Cessna das letzte Mal auf den Radarschirmen aufgetaucht - in Berggebieten sei das aber nicht ungewöhnlich, dass Flugzeuge hin und wieder nicht am Bildschirm zu sehen seien, wenn sie durch Täler fliegen.
Da der Crash-Sender der Maschine nicht reagiert hatte, wurde das Wrack erst am nächsten Tag von einem Suchhubschrauber gefunden. Warum das Gerät nicht reagierte - ob es defekt war oder der Pilot es nicht aktiviert hatte - sei noch unklar, so Sommerbauer. "Wenn der Sender reagiert hätte, hätten wir eine genaue Position gehabt, wo wir suchen müssen. Dann hätte man vielleicht vom Boden aus suchen können." Von der Luft aus sei eine Suchaktion nicht möglich gewesen, da in der Gegend, in der das Flugzeug das letzte Mal am Radar zu sehen war, starker Nebel herrschte. Dieser könnte dem deutschen Piloten, der im Sichtflug unterwegs gewesen war, zum Verhängnis geworden sein.
Das Absturzgebiet liegt unweit des "Absetzwirtes" südöstlich des 1.463 Meter hohen Reinischkogelgipfels bei Bad Gams an der Grenze zwischen den Bezirken Voitsberg und Deutschlandsberg. Die Einsatzkräfte mussten rund 300 Meter steiles Gelände überwinden, da der Rettungshubschrauber auf Grund eines Föhnsturms nicht direkt an der Unfallstelle landen konnte. Dann musste die Feuerwehr die Maschine erst absichern, bevor man den Überlebenden bergen konnte. Laut ÖAMTC-Rettungshubschrauberpilot soll die Maschine Bäume gestreift haben und sich dann kopfüber in den Boden gebohrt haben.
(apa/red)
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