Sonntag, 1. Oktober 2006

In Favoriten blüh'n die Veilchen im Herbst: Austrianer schaffen Glattes 3:1 gegen GAK!

  • Mair, Wallner & Ertl treffen für die Wiener Austria!
  • Wacker Tirol schafft Last Minute Sieg der Hausherren

Die Wiener Austria befindet sich im Aufwind. Drei Tage nach dem Aufstieg in die Gruppenphase des UEFA-Cups hat der ÖFB-Double-Gewinner einen glatten 3:1-Auswärtserfolg gegen den GAK gefeiert. Treffer der drei Österreicher Mair (9.), Wallner (78.) und Ertl (82.) sorgten für den verdienten ersten Auswärtssieg der laufenden Saison, die enttäuschenden Grazer trafen durch Skoro (85.). Zuvor hatte es für die Austria in Liga und Europacup in sieben Partien in der Fremde fünf Niederlagen und zwei Remis gegeben.

Mit dem zweiten Sieg in Folge verschaffte sich der in der Kritik stehende Austria-Cheftrainer Frenkie Schinkels vor der Länderspielpause ein wenig Luft. Sein Team kletterte vom neunten auf den achten Platz und hat den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle halbwegs geschafft.

Mit einem schnell ausgeführten Freistoß auf der linken Seite erwischten die Austrianer, die ohne UEFA-Cup-Held Wallner begannen, die Hausherren in der Anfangsphase auf dem falschen Fuß. Blanchard spielte auf Lasnik, dessen Flanke spitzelte in der Mitte Mair ins linke Eck (9.). Für den Austria-Neuzugang war es nach dem wichtigen Auswärtstor im UEFA-Cup gegen Legia Warschau der erste Ligatreffer in Violett.

Der GAK hatte danach etwas mehr vom Spiel, doch angeführt von einem einmal mehr souveränen Goalie Safar überstanden die Wiener kleinere Chancen durch Amerhauser (24.), Standfest (25.) und Junuzovic (29.) unbeschadet. Austria beschränkte sich aufs Notwendigste, Mair hatte jedoch aus einem Konter die große Chance auf die Vorentscheidung, schoss aber allein stehend von der Strafraumgrenze drüber (27.).

Nach dem Wechsel hatten die Wiener das Geschehen im Griff, den Grazern gelang es nicht, entscheidend zuzusetzen und die Austria zu gefährden. Zwei Mal stand Austrias Youngster Schiemer im Mittelpunkt: zunächst vergab der 20-Jährige nach Lasnik-Flanke (47.), dann krachte er bei einem Kopfballduell mit Kujabi zusammen. Kujabi musste benommen vom Platz, Schiemer konnte mit Turban weiterspielen. Ein bitteres Out gab es hingegen für seinen Teamkollegen Kiesenebner, der ÖFB-Teamspieler musste mit Verdacht auf eine Verletzung im linken Knie ausgetauscht werden.

Auch ohne Kiesenebner schlugen die Austrianer im Finish noch zwei Mal zu. Zunächst zog Wallner nach weitem Pass von Radomski und Kopfballverlängerung von Vachousek aus 17 Metern unhaltbar ab (78.), vier Minuten später feierte Ertl sein erstes Liga-Tor. Nach Vorarbeit durch Schiemer und Vachousek zog der Defensivmann wuchtig ins kurze Eck ab (82.). Der Ehrentreffer des GAK durch einen Skoro-Kopfball nach Lienhart-Flanke kam viel zu spät (85.).

Tiroler schaffen Last Minute Sieg der Hausherren
Wacker Tirol hat Sturm Graz mit zwei Toren in den letzten drei Spielminuten mit 2:0 (0:0) besiegt. In einer eher müden Bundesligapartie waren die Hausherren klar bestimmend, die Tore gelangen den Innsbruckern aber erst in der 87. bzw. 89. Minute. Bei Sturm Graz dagegen war kein Aufschwung nach dem 2:1-Heimsieg gegen Tabellenführer Salzburg zu sehen. Tirol liegt nur noch drei Punkte hinter Tabellenführer Salzburg.

Die Innsbrucker gaben von Beginn an den Ton an, Sturm kam nicht so richtig in die Gänge. Olushola Aganun hatte bereits in der achten Spielminute eine Doppelchance: Zuerst lief er alleine auf Sturm-Goalie Gregorz Szamotulski zu, der aber glänzend reagierte. Kurz danach wehrte dieser einen Schuss des Nigerianers zur Ecke ab.

In der zwölften Spielminute ging ein Schuss von Matthias Hattenberger nur knapp daneben. Hattenberger spielte für den Gelb-gesperrten Ferdinand Feldhofer in der Innenverteidigung und gefiel auch in der Offensive. Weiters gesperrt war der Tiroler Florian Mader.

Die größte Chance in der ersten Hälfte hatten entgegen dem Spielverlauf die Gäste. Mark Prettenthaler ging in Minute 35 auf der linken Seite durch, seine Flanke setzte Klaus Salmutter mit einem Halbvolley-Schuss aber nur an die Latte. Weitere nennswerte Chancen in Durchgang eins gab es keine.

Etwas munterer wurde das Spiel in der zweiten Hälfte. In der 55. Minute rettete Szamotulski in extremis. Hattenberger platzierte einen Kopfball nach einem Kolousek-Freistoß zwar sehr gut, fand aber im Grazer Schlussmann seinen Meister. In der 70. Spielminute vergab Theo Grüner eine noch größere Chance für die Hausherren. Szamotulski wehrte seinen schwach in die Mitte des Tores geschossenen Elfmeter ab. Mitja Mörec hatte zuvor Jiri Masek im Stil eines Ringers zu Boden geholt.

Der Dauerdruck der Innsbrucker wurde in der 87. Minute belohnt. Aganun köpfelte eine Kolousek-Flanke aus rund neun Metern unhaltbar ins Tor. Nur zwei Minuten später sorgte der eingewechselte Schreter für die Entscheidung. Er schob nach einem Konter der Tiroler das Leder an Sturm-Schlussmann Szamotulski vorbei.


(apa/red)

1.10.2006 17:57