Endlich wieder Jubel in Hütteldorf: Gegen Mattersburg gelingt erster Sieg unter Pacult
- Rapid bezwingt Burgenländer im Hanappi-Stadion 4:1
- Kämpferische Leistung: Kincl und Co. drehen 0:1 um
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Gerade rechtzeitig ist dem SK Rapid der lang ersehnte Befreiungsschlag gelungen. Mit dem 4:1-Heimsieg agegen SV Mattersburg feierten die Hütteldorfer nicht nur den ersten vollen Erfolg nach sechs sieglosen Liga-Spielen, sondern fuhren auch den ersten Drei-Punkter unter Trainer Peter Pacult ein.
Allzu überschwänglich wollte sich der Wiener aber nicht freuen. "Ich persönlich habe nur sehr wenig Druck gespürt. Ich kenne das aus dem Ausland, daher kann ich damit umgehen." Die lange Wartezeit auf einen Erfolg hat Pacult nach eigenen Angaben kaum Kopfzerbrechen bereitet. "Ich sehe ja täglich, wie die Mannschaft im Training arbeitet. Also war es für mich nur eine Frage der Zeit, bis der erste Sieg kommt."
Positiv hob der 46-Jährige hervor, dass seine Spieler trotz des frühen Rückstands nicht die Köpfe hängen ließen. "Vor allem in der zweiten Hälfte waren wunderschöne Aktionen dabei, das stimmt mich zuversichtlich", sagte Pacult.
"Souveräner Sieg"
Der frühere 1860-München-Betreuer sprach von einem "souveränen Sieg", dennoch gebe es in Zukunft noch einiges zu optimieren. "Vor allem im läuferischen und taktischen Bereich müssen wir besser arbeiten." Dafür hat Pacult nun zwei Wochen Zeit, "aber in der Länderspiel-Pause fehlen mir gleich acht Spieler. Da ist kontinuierliches Arbeiten schwierig."
In den kommenden Tagen muss der Coach unter anderem auch auf den 17-jährigen Neo-ÖFB-Teamspieler Veli Kavlak verzichten, der im Mittelfeld wie der 21-jährige Ümit Korkmaz phasenweise wieder sein Talent aufblitzen ließ. "Das ist, als ob man sie ins Wasser haut und schaut, ob sie schwimmen können oder nicht. Sie schwimmen sehr gut, und das ohne Schwimmflügerl", meinte Pacult über die beiden Jung-Kicker.
Während Rapid zumindest vorläufig den Sprung auf Rang fünf schaffte, mussten sich die Mattersburger wieder vom zweiten Tabellenplatz verabschieden. "Wir haben verdient verloren, weil wir unsere schlechteste Saisonleistung abgeliefert haben", ärgerte sich Trainer Franz Lederer. Der umstrittene Platzverweis von Krzystof Ratajczyk rund zehn Minuten vor dem Schlusspfiff lag dem Burgenländer noch etwas im Magen. "Der Ausschluss war nicht spielentscheidend, aber es war keine Rote Karte. Doch es heißt ja 'Sankt Hanappi'", deutete Lederer an, dass die traditionell lautstarke Fan-Unterstützung für die Grün-Weißen an ihrer Heimstätte hin und wieder auch auf den Schiedsrichter abfärben könnte.
(apa/red)
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