Armee-Rückzug ohne Zwischenfälle: Keine israelischen Soldaten mehr im Libanon
- Sprecher: Verantwortung für Ruhe liegt nun bei Beirut
- UNO- und Libanon-Soldaten übernehmen Kontrolle
·Präzisionsbombe tötete UN-Soldaten
Bericht: Beschuss trotz Warnung an Israel
·Tote UNO-Soldaten im Libanon "Fehler"
Israel gibt zu: Artillerie verwendete falsche Karte
·Keine Österreich- Blauhelme im Libanon
81 Prozent befürworten die Linie der Regierung
Israel hat den Abzug seiner Truppen aus dem Südlibanon abgeschlossen. Die israelische Armee erklärte, jetzt sei die libanesische Regierung verantwortlich dafür, die Ruhe in dem geräumten Gebiet zu wahren. Israel habe mit der Räumung der letzten Posten die UN-Resolution 1701 erfüllt. Zuletzt hatten sich nach israelischen Medienberichten nur noch wenige hundert Soldaten in Südlibanon aufgehalten.
Der Abzug wurde rechtzeitig zum höchsten israelischen Feiertag, Yom Kippur, abgeschlossen. Damit ist der Weg frei für die Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens vom 14. August, nach dem das libanesische Heer zusammen mit einer internationalen Friedenstruppe die Kontrolle im Südlibanon übernehmen und Angriffe der Hisbollah-Miliz auf Israel unterbinden soll.
Die Kontrolle im Südlibanon haben nun fast 6000 Mann der UN-Friedenstruppe UNIFIL und 15.000 libanesische Soldaten. Israels Verteidigungsminister Amir Peretz hatte die Armee angewiesen, vor dem Beginn des höchsten israelischen Feiertags, des Versöhnungsfests Jom Kippur, alle Truppen aus dem nördlichen Nachbarland abzuziehen.
Auslöser des kriegerischen Konflikts war die Verschleppung von zwei israelischen Soldaten im Juli. Bei den Kampfhandlungen starben nach unterscheidlichen Angaben rund 1100 Libanesen und rund 150 Israelis. Zeitweise hatte Israel 30.000 Soldaten im Libanon stationiert. Die Hisbollah feuerte in dieser Zeit rund 4.000 Raketen auf israelische Orte.
(apa/red)
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