Partei des Dritten Lagers: FPÖ bekam fast drei Viertel freiheitlicher Wählerstimmen
- Kärnten ein "Ausreißer": BZÖ nur einmal vor FPÖ
- Bundesweit rund 15 Prozent für Blau und Orange
·FPÖ: Jubelstimmung und Wermutstropfen
Wahl-Party: Freude über Gewinne, Ärger über BZÖ
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Die FPÖ hat sich auch bei der Nationalratswahl 2006 als die weitaus erfolgreichere Partei des "geschiedenen" Dritten Lagers erwiesen. Sie bekam - nach dem vorläufigen Endergebnis - fast drei Viertel (72,77 Prozent) der Stimmen aus diesem Lager, dass sich im Frühjahr 2005 in FPÖ und BZÖ gespalten hat. Bundesweit gab es insgesamt 15,41 Prozent blaue und orange Wähler. Als "Ausreißer" hat sich Kärnten bestätigt: Dieses Land wählte als einziges das BZÖ stärker als die FPÖ - und hat insgesamt den weitaus höchsten Anteil an freiheitlichen Stimmen.
25,41 Prozent bekam dort das BZÖ und 7,30 Prozent die FPÖ - das macht insgesamt fast ein Drittel der Stimmen im Land aus. Nach wie vor den geringsten Zuspruch hat das Dritte Lager im Burgenland: Dort kamen FPÖ (8,68) und BZÖ (1,73) gemeinsam auf 10,41 Prozent. Vergleichsweise wenig blaue und orange Wähler gab es noch in Niederösterreich (12,02), in den anderen Ländern kam das Dritte Lager auf 14 bis 15 Prozent. Wien lag mit 16,22 etwas drüber.
Schon bei den Landtagswahlen im Oktober des Vorjahres, ein halbes Jahr nach der Trennung von den regierungsunwilligen "Rechten", musste das BZÖ zur Kenntnis nehmen, dass die allermeisten Wähler der "alten" Partei FPÖ treu blieben. In der Steiermark teilten sich die früheren freiheitlichen Wähler zu drei Viertel auf die FPÖ und einem Viertel auf das BZÖ auf. In Wien, wo das BZÖ erstmals direkt gegen Strache in den Ring stieg, konnte das Bündnis hingegen nur zehn Prozent der freiheitlichen Wähler für sich gewinnen. (apa/red)
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