Sonntag, 1. Oktober 2006

Liste Martin diesmal erfolglos: Schlappe nach Überraschungserfolg bei der EU-Wahl

  • Journalist 1999 quer in die Politik eingestiegen

Nach dem Überraschungserfolg bei der EU-Wahl 2004 setzte es für den EU-Abgeordneten Hans-Peter Martin bei der Nationalratswahl eine Schlappe. Bei seinem dritten Antreten als Spitzenkandidat, seinem zweiten mit eigener Liste und seiner ersten Kandidatur für das heimische Parlament schaffte er sein Wahlziel nicht. Die Hochrechnungen geben Martin keine Chance auf den Einzug in den Nationalrat.

Quer in die Politik eingestiegen ist der Journalist im Jahr 1999 - als Spitzenkandidat der SPÖ bei der EU-Wahl. Die SPÖ eroberte mit einem ordentlichen Zuwachs den ersten Platz. Martin zerstritt sich allerdings mit seinen Fraktionskollegen (der Partei ist er nicht beigetreten) - und trat 2004 mit eigener Liste an.

Bei dieser EU-Wahl schaffte die "Bürgerliste für echte Kontrolle in Brüssel" - mit unübersehbarer Unterstützung durch die "Kronen Zeitung" - einen Sensationserfolg: Mit 13,98 Prozent wurde Martins Liste Dritte hinter SPÖ und ÖVP.

In Österreich hatte sich Martin bis zur Wahl am 1. Oktober nur einmal als Wahlhelfer versucht - und war schon da wenig erfolgreich: Trotz Unterstützung des prominenten gebürtigen Vorarlbergers blieb die Kleinliste "Vau heute" bei der Vorarlberger Landtagswahl 2004 bei mageren 2,09 Prozent und damit außerhalb des Landesparlaments. (apa)

1.10.2006 18:49