Jubelstimmung bei Grünen: Van der Bellen sieht bestes Wahlergebnis der Geschichte
- Grüne sehen Match um Platz drei noch offen
·SPÖ als Wahlsieger - schwere ÖVP-Verluste
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In der Grünen Wahlzentrale in der Remise in Wien-Leopoldstadt, herrschte angesichts des zu erwartenden knappen Rennens um Platz drei bereits vor Eintreffen der ersten Hochrechnung große Anspannung bei Funktionären und Sympathisanten der Grünen. Jubel kam nach der ersten Hochrechnung des ORF auf, welche die Grünen knapp unter der von ihnen angepeilten Zehn-Prozent-Marke auswies. Die Tatsache, dass die FPÖ vorerst Platz drei innehatte, dämpfte die Stimmung allerdings ein wenig. Mit Jubel wurden die Verluste der ÖVP kommentiert, für das SPÖ-Ergebnis gab es Beifall.
Die Spekulationen des ORF-Moderators über eine mögliche schwarz-blaue Koalition quittierten die Grünen Fans mit "Pfui"-Rufen. Lauter Jubel brandete beim ersten Live-Interview von Bundesgeschäftsführerin Michael Sburny im Fernsehen auf. Sburny betonte, das Match um Platz drei gegen die FPÖ sei noch völlig offen. Beifall erntete sie auch für ihren Dank an Grünen-Chef Alexander Van der Bellen und dessen Vize Eva Glawischnig, für deren klare Abgrenzung gegenüber der FPÖ und dem BZÖ.
Jede neue Hochrechnung, in der die Grünen mit einem besseren Ergebnis als zuvor ausgewiesen wurden, wurde von den Anwesenden freudig beklatscht. Kurz vor 18.00 Uhr stieg die Anspannung erneut, als Glawischnig in der Remise eintraf und die neuesten Ergebnisse den Wartenden übermittelte. Ihre Ankündigung, man habe in Vorarlberg abgeräumt, sorgte ebenso für Begeisterung wie ihre Ansage, der dritte Platz sei "noch drinnen".
Bei Bier, Kaffee, Wein und kleinen Imbissen hoffte man in der grünen Wahlzentrale auf eine weitere Verbesserung des Grünen Ergebnisses und darauf, die FPÖ noch von Platz drei zu verdrängen. Die Stimmung war am Höhepunkt, als um 18.30 Uhr Grünen-Chef Van der Bellen in der Wahlzentrale eintraf. Noch sei der Wahlabend nicht beendet, meinte er. "Wir haben überall ein, zwei Prozentpunkte hinaufgeschrieben, und dann kommt der ORF mit dieser idiotischen Hochrechnung daher". Die Grünen waren Anfangs unter zehn Prozent ausgewiesen worden. Van der Bellen sprach vom besten Wahlergebnis der Geschichte. Was die FPÖ betrifft, sagte er, das sei heute noch nicht aus, dass werde erst in acht Tagen entschieden sein, wenn auch die Wahlkarten ausgezählt sind. Beifall brauste auf, als er verkündete, dass in Wien die Grünen bereits vor den Freiheitlichen lägen. (apa/red)
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