Westenthaler beim Wahlkampfabschluss in Wien: "Die orangene Sonne wird scheinen"
- BZÖ-Chef warnt nochmal vor Linksruck in Österreich
- Rundumschlag gegen SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grüne
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Die Wahl-Schlusskundgebung seiner Partei nutzte BZÖ-Chef Peter Westenthaler am Wiener Stock im Eisen-Platz, um nochmals vor einem Linksruck in Österreich zu warnen. Verbale Attacken gab es vor allem gegen die Grünen, welche "am schlimmsten" in einer Regierung wären. Aber auch Spitzen gegen die SPÖ, FPÖ und Regierungspartner ÖVP gab es bei der Veranstaltung unter dem Stephansdom.
"Was war denn das für ein Wahlkampf?", fragte sich Westenthaler zu Beginn der Veranstaltung. Seine Partei habe sich nicht in das Gefecht, wie z.B. zwischen Rot und Schwarz, eingemischt. Stattdessen prognostizierte der BZÖ-Chef die allerbeste Stimmungslage für den Wahlsonntag: "Die orangene Sonne wird scheinen und genauso orange wird es in den Wahlurnen sein."
Missgunst ortete Westenthaler anderswo. Nach wie vor habe sich eine Allianz gebildet, zu der auch die Meinungsforscher gehörten. "Diese sind ja alle Scharlatane", meinte er als Reaktion auf schlechte Umfrageergebnisse für seine Partei auch wenige Tage vor dem Wahlsonntag. Stattdessen beschwor er: "Totgesagte leben länger."
Prompt reagierte der orange Bündnisobmann auch auf die Veröffentlichung der ÖGB-Bilanz am selben Tag. Nun sei klar, warum der ÖGB diese nicht vor dem Wahltermin veröffentlichen wollte, sondern sich "drüber schummeln wollte". Und weiter: "Ab heute wissen wir's." Darum verlangte Westenthaler abermals eine Sistierung der Staatshaftung für die BAWAG.
Aber auch der Koalitionspartner ÖVP musste sich Kritik gefallen lassen: Dieser verhalte sich überheblich und hochnäsig. Darum müsse das BZÖ diesem auf die "Finger klopfen". Hauptziel der Westenthaler-Rede waren allerdings die Grünen, die nicht in eine kommende Regierung kommen dürften. Westenthaler warnte etwa vor "diesem Herrn Pilz", dem Opernball-Demonstranten. Auch andere "Verrücktheiten" wie etwa 100 km/h auf österreichischen Autobahnen seien für das BZÖ nicht vertretbar. "Warum erklärt man eigentlich die österreichischen Autofahrer für dümmer, für unbewusster, für unmündiger als die deutschen?", wollte Westenthaler wissen.
Genauso schlimm wäre es aber für Westenthaler auch unter eine Großen Koalition. Der BZÖ-Chef warnte etwa vor einem Zudecken des rot-schwarzen BAWAG-Skandals, des "größten Skandals in der Zweiten Republik". "Wie in den 90er Jahren werden sie sich zusammentun und dieses SPÖ-ÖVP-Fiasko verschleiern. Auch würden wieder sämtliche Posten untereinander aufgeteilt.
In Richtung FPÖ meinte er nur, dass jede Stimme für diese eine verlorene sei. "Liste 5 - BZÖ ist unsere Bezeichnung, das war ja nicht immer so."
Einen kurzen Auftritt hatten auch die orange Sicherheitssprecherin Helene Partik-Pable und der freiheitliche Klubobmann Herbert Scheibner. Letzterer wurde von Moderator Walter "Watzinger" Pirchl gefragt: "Warum diese Ausländerhetze? Was ist los?" Scheibner versuchte zu beruhigen, man wolle ein vernünftige Ausländerpolitik betreiben.(apa/red)
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