Brutale Vergewaltigung bei Graz: Mädchen von zwei Disco-Bekanntschaften gepeinigt
- Ein Verdächtiger ist Student am Priesterseminar
- Augenzeuge kam 17-Jähriger zur Hilfe und rief Polizei
Ein 17-jähriges Mädchen ist auf einem Parkplatz der Pyhrnautobahn in der Nähe von Graz offenbar vergewaltigt worden. Die beiden mutmaßlichen Täter wurden von der Polizei festgenommen, wie die Sicherheitsdirektion Steiermark vermeldete. Einer der beiden Tatverdächtigen sollte im Burgenländischen Priesterseminar in Wien sein Studium beginnen.
Die minderjährige Steirerin wurde verletzt und verstört ins Landeskrankenhaus Graz eingeliefert. Sie war nur bedingt vernehmungsfähig und konnte sich an das genaue Geschehen kaum erinnern.
Die Grazerin hatte die beiden Verdächtigen, den 20-jährigen angehenden Priesterseminaristen George P. und den 22-jährigen Kellner Marian Ch., in einer Disco kennen gelernt. Die Männer versprachen der jungen Frau, sie nach Hause zu bringen. Doch stattdessen fuhren sie auf einen Autobahnparkplatz. George P. misshandelte das Mädchen auf der Rückbank des Pkw sexuell.
Die 17-Jährige konnte dank heftiger Gegenwehr die Hintertür öffnen. Sie floh nur noch am Oberkörper bekleidet aus dem Auto. Marian Ch. setzte ihr nach und vergewaltigte sie laut einem Augenzeugen auf dem Parkplatz. Ein Zeuge war durch die Hilferufe der Grazerin alarmiert worden und eilte ihr zur Hilfe. Er versetzte dem Peiniger einen Tritt, worauf Marian Ch. zum Auto lief und mit seinem Komplizen flüchtete. Der Zeuge konnte sich aber das Kennzeichen des Wagens merken.
Nachdem die Polizei gerufen worden war, wurde eine Großfahndung eingeleitet. Die Verdächtigen wurden einige Stunden später gefunden und festgenommen. Die mutmaßlichen Täter sind rumänische Staatsbürger. Der 20-Jährige, der im Bezirk Melk gemeldet ist, hatte im vergangenen Jahr am verpflichtenden Vorbereitungsjahr für Priesterseminaristen in Horn - dem "Propaedeuticum" - teilgenommen, so die Kathpress am Sonntag. Diese Ausbildung fußt auf einer Zusammenarbeit der Diözese Eisenstadt mit der rumänischen Diözese Timisoara. Die Polizei stellte ihre ursprüngliche Meldung, es handelte sich um einen Studenten des Wiener Priesterseminars, ebenfalls dahingehend richtig. (apa/red)
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