Nach Absetzung in Berlin: Wird umstrittene
Mozart-Oper jetzt in Wien aufgeführt?
- An der Staatsoper "sicher nicht", Volksoper überlegt
- Inszenierung aus Furcht vor Islam-Terror abgesetzt
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Berlin: Islam-Konferenz für gemeinsamen Besuch
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Stoiber will 'islamistischen
Meinungsterror' beenden

Der Wiener Kulturstadtrat Mailath-Pokorny will die von der Deutschen Oper Berlin aus Furcht vor islamistischen Anfeindungen abgesetzte "Ideomeneo"-Produktion von Hans Neuenfels nach Wien holen. Staatsoperndirektor Ioan Holender steht dieser Anregung jedoch ablehnend gegenüber. Volksoperndirektor Rudolf Berger überlegt sich dagegen sehr wohl, "Idomeneo" in Wien zu zeigen.
"Ich würde mir gerne anschauen, ob es machbar ist", meinte der Direktor der Volksoper. Die Absetzung der Neuenfels-Produktion in Deutschland ist für den mit Ende der Saison scheidenden Volksoperndirektor "eine Katastrophe, das völlig falsche Signal in jeder Hinsicht." Er hätte an Stelle von Intendantin Kirsten Harms die Produktion "sicher nicht abgesetzt", so Berger im Gespräch mit der APA. "Man muss zu den Dingen stehen, die man macht."
Anders Holender: "Für die Staatsoper kommt das überhaupt nicht in Frage. Unter Garantie nicht. Ich wüsste nicht warum. Jahrelang hat nach dieser Inszenierung kein Hahn gekräht", so der Staatsoperndirektor gegenüber der APA.
Mailath-Pokorny hatte in einem Brief an Holdender, Berger und Roland Geyer(Theater an der Wien) im Hinblick auf die Absetzung von "Idomeneo" in Berlin geschrieben: "Dieser Entwicklung muss ein starkes Signal der Zivilcourage entgegen gesetzt werden, um nicht Gefahr zu laufen, die grundlegenden Freiheiten einer zivilisierten Demokratie aufzugeben." (apa/red)
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