Erschreckendes Ergebnis bei Babynahrung:
Nur ein Viertel der Obstbreie gut verträglich
- Kritik: Babynahrung frühestens ab dem 6. Monat
- Zu viele Zutaten verderben zu stark den Babybrei

·Sozialer Aufstieg durch Muttermilch?
Anknüpfung an Studie aus Zeit vor II. Weltkrieg
·Baby ist satt: Lecker und gesund im 1. Jahr
Die ideale Ernährung fürs
jüngste Familienmitglied!
·Obstbrei nicht immer gut für unsere Babys!
Der VKI hat getestet: Nur ein Viertel verträglich
·Gestillte Babys gehen
besser mit Stress um
Körperkontakt fördert Mutter-Kind-Beziehung
Nur ein Viertel der im Handel angebotenen Obstbreie sind für Babys wirklich empfehlenswert, das ergab eine Untersuchung des Vereins für Konsumentenschutz (VKI). In 100 untersuchten Breien mit Obst bzw. Obst-Getreide befinden sich unter anderem große Mengen an Zucker und glutenhaltigem Getreide, die den Organismus des Kindes belasten.
Der Verein für Konsumentenschutz hat verschiedene Obstbrei-Sorten getestet und ist zu einem wenig erfreulichen Ergebnis gekommen: Von 81 Obstgläschen erhielten 37 Prozent das Prädikat "nicht empfehlenswert", bei Obst-Getreide waren es 81 Prozent. Kein Hersteller konnte durchwegs gute Produkte vorweisen.
Falsche Information
Das sei laut VKI-Geschäftsführer Franz Floss ein "schwer verdauliches Ergebnis", vor allem die Kennzeichnung auf den Gläschen wäre "wenig ausreichend". So werde Babykost als ungesüßt angepriesen, das oft beigemengte Apfel- und Birnenkonzentrat hätte aber einen sehr hohen Zuckergehalt. Ebenso fänden sich "viel zu viele Zutaten" in den Gläschen, bei Obstbrei bis zu acht, bei Obst-Getreidebrei bis zu zwölf.
Vorsicht: lebensbedrohlich!
Ernährungswissenschafterin Birgit Beck kritisiert die Freigabe der Gläschen ab dem vierten Monat, Babys sollten "in den ersten sechs Monaten ausschließlich gestillt werden", die untersuchte Babykost sei erst ab dem zehnten Monat empfehlenswert. Auch die im Gläschen beigemengten glutenhaltigen Getreidesorten wären in diesem Alter "lebensbedrohlich, vier von 1.000 Kinder in Österreich unter einer Unverträglichkeit", so Beck. Den Eltern rät sie, Breie mit nicht mehr als ein bis zwei Zutaten zuzubereiten, am besten mit frischem Obst wie Banane oder Apfel. (apa/red)
