"Showdown unvermeidbar": Laut "Time" wächst Gefahr eines Krieges USA - Iran
- US-Armee bereitet sich angeblich schon darauf vor
- Magazin: Beide Seiten riskieren große Verluste
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Nach Angaben des angesehenen US-Magazins "Time" wächst die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran im Gefolge des Streit um Teherans umstrittenes Atomprogramm.
"Sowohl im Außenministerium als auch im Weißen Haus und bei den höchsten Kommandostellen der Streitkräfte gibt es ein wachsendes Gefühl, dass ein Showdown mit dem Iran - wegen seines mutmaßlichen Strebens nach Atomwaffen, seiner Drohungen gegen Israel und seines Bemühens um die Vorherrschaft in einer der ölreichsten Weltregionen - vielleicht nicht mehr zu vermeiden ist", schreibt das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe.
Der Chef des US-Zentralkommandos, General Abizaid, habe für Ende September eine Konferenz der Kommandanten im Persischen Golf einberufen, bei der der Iran auf der Tagesordnung stehe, so "Time". Zwar erscheine die Absicht, einen Krieg gegen den Iran zu beginnen, absurd, zumal das Letzte, was sich die USA derzeit leisten könnten, ein neuer Waffengang sei - nach Afghanistan und Irak.
"Aber Supermächte können sich ihre Feinde nicht immer aussuchen oder den Zeitpunkt für Konfrontationen. Die Tatsache, dass alle Seiten in einem bewaffneten Konflikt große Verluste riskieren würden, bedeutet nicht, dass sie nicht in einen hineinstolpern. Und trotz aller guten Argumente gegen einen Krieg zum jetzigen Zeitpunkt, am allerwenigsten diesen, gibt es mindestens ebenso viele Hinweise, dass sich eine wirkliche Aug-um-Aug-Krise zwischen den USA und dem Iran abzeichnen könnte - und eher, als vielen bewusst ist", schreibt die gewöhnlich gut informierte Zeitschrift.
Zugleich warnt aber "Time": "Wenn die USA in den vergangen fünf Jahren etwas gelernt haben, dann das, dass ein Krieg im Mittleren Osten kaum nach Plan verläuft." (apa)
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