Montag, 11. September 2006

Selbstakzeptanz ist das Maß aller Dinge:
Nur damit können Sie sich gesund ernähren!

  • Auf`s Bauchgefühl kommt`s auch beim Essen an!
  • Der eigene Körper ist der beste Ernährungsratgeber

Psychologen wussten es schon immer: Wer sich gesund ernähren will, sollte auch dem eigenen Bauchgefühl mehr Beachtung schenken. Die amerikanische Forscherin Tracy Tylka kam ebenfalls zu diesem wichtigen Ergebnis: Die Akzeptanz des eigenen Körpers gilt als eine wichtige Grundlage für eine gute, ausgewogene und gesunde Ernährungsweise!

Der Selbstwert fördert die gesunde Ernährung. Die Psychologin Tracy Tulka ist überzeugt: Frauen, die aufgrund von Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper ihre Ernährungsgewohnheiten zu ändern versuchen, müssten zwangsläufig scheitern.

Falsches Signal
"Die Botschaft an Frauen lautet heute vielfach, dass es im Grunde gesund sei, mit dem eigenen Körper unzufrieden zu sein." Dies solle dazu anspornen, mehr für sich zu tun, analysiert Tylka. Genau das aber sei ein Trugschluss: Um sich wirklich Gutes – auch im Sinne von gesunder Ernährung – zu tun, brauche es zunächst nämlich ein gewisses Maß an Selbst-Akzeptanz. Gemeinsam mit einigen Kollegen und Kolleginnen führte die Psychologin mehrere Studien durch, im Zuge derer sie das Konzept des "Intuitiven Essens" entwickelte.

Intuition versus Verbote
Bei diesem Ansatz wird Nahrungsaufnahme als Reaktion auf körperliche Zustände wie Hunger oder Durst verstanden und nicht als Antwort auf Gefühlszustände, Emotionen und bestimmte Situationen. Für intuitives Essen seien laut Tylka gleich mehrere Faktoren Grundlage: So gelte es zunächst, sich selbst die uneingeschränkte Erlaubnis dafür zu geben, bei Hungergefühlen zu essen, was immer man will. Weiters sollten ausschließlich körperliche – und nicht emotionale – Zustände Auslöser für eine Nahrungsaufnahme sein. Und drittens sollte während des Essens unmittelbar auf auftretende Signale wie Sättigung reagiert werden.

Hungergefühl sofort befriedigen
Vor allem das Ziel einer sofortigen Befriedigung von Hungergefühlen ohne Verbote bei der Auswahl der Speisen irritiert Tylka zufolge viele Menschen: "Es gibt da diese populäre Annahme, dass der Zeiger der Waage umgehend ausschlägt, sobald die Ess-Restriktionen fallen gelassen werden. Das hat unsere Forschung allerdings widerlegt", so die Psychologin.

Selbstakzeptanz statt schöner Schein
Eine Folgestudie Tylkas mit insgesamt 597 Frauen ergab, dass sich vor allem Frauen, die ihren eigenen Körper weitgehend akzeptieren, nach intuitiven Kriterien ernähren. Diese Frauen beschäftigten sich zwar kaum mit der Frage, wie sie optisch auf andere wirken, aber viel damit, wie sich ihr Körper anfühlt und was er braucht.

Der Köper weiß, was gut für ihn ist
"Es klingt unglaublich, aber es ist wahr: Wer auf die Signale seines Körpers hört – was, wann und wie viel dieser braucht –, wird nicht Gefahr laufen, unkontrolliert viel zu essen, sondern angemessene Mengen an Nährstoffen zu sich nehmen", ist Tylka überzeugt. Kurz gesagt: "Selbstakzeptanz ist der beste Ratgeber für eine gesunde Ernährungsweise." (netdoctor/red)

11.9.2006 13:03