Konjunktur dynamischer unterwegs: Austro-BIP wuchs in 2. Quartal um 0,9 %
- Gute Entwicklung stimuliert Euro-Binnennachfrage
- Expansion erreicht mittlerweile alle Wirtschaftsräume
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Österreich ist gegenüber dem Vorquartal um 0,9 Prozent gewachsen. Im ersten Quartal war die Wirtschaft um 0,6 Prozent gewachsen. Dies teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) mit. Im Jahresvergleich erreichte das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 3,2 Prozent und war somit noch etwas kräftiger als im ersten Quartal (plus 3,1 Prozent).
Die Konjunktur ist damit im Jahresabstand noch etwas dynamischer unterwegs als zuletzt erwartet: In seiner Schnellschätzung hatte das Wifo für das zweite Quartal ursprünglich einen realen Zuwachs von drei Prozent prognostiziert.
Expansion erreicht mittlerweile alle Wirtschaftsräume
Die Expansion der Weltwirtschaft beschränkt sich nicht mehr auf einzelne Regionen, sondern hat mittlerweile alle bedeutenden Wirtschaftsräume erfasst. Gegenüber dem Vorjahr übertraf das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum im zweiten Quartal jenes in den USA. Während sich die Expansion in den USA verlangsamte, gewann die Konjunktur im Euro-Raum neuerlich an Schwung. Asiens Wirtschaft wächst weiterhin dynamisch, in Japan setzte sich die Erholung fort, die vor Kurzem eingesetzt hat.
Die rege Entwicklung der Weltwirtschaft stimuliert im Euro-Raum zunehmend die Binnennachfrage. Dies gilt auch für die österreichische Wirtschaft: Zu Jahresbeginn waren die Wachstumsimpulse noch primär aus dem Ausland gekommen. Im zweiten Quartal zog die Investitionsnachfrage erheblich an. Das im Vorjahr noch schleppende Wachstum der Bruttoanlageinvestitionen beschleunigte sich und entsprach im zweiten Quartal mit real plus 2,2 Prozent gegenüber der Vorperiode beinahe dem der Warenexporte (plus 2,8 Prozent). (APA)
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