Einstand mit "bitterem Beigeschmack": Neo-Trainer Pacult fehlten nur Sekunden
- Ausgleich in 93. Minute gegen Red Bull Salzburg
- Keine gelungene UEFA-Cup-Generalprobe für Bullen
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od. Pasching zu stoppen?
Nur wenige Sekunden haben Peter Pacult zu einem Trainer-Einstand nach Maß beim österreichischen Fußball-Rekordmeister SK Rapid gefehlt. Bis kurz vor Schluss lagen die Hütteldorfer im Hanappi-Stadion gegen Liga-Krösus Red Bull Salzburg 1:0 in Führung, ehe Milan Dudic zum Entsetzen der 17.000 grün-weißen Fans in der 93. Minute den Ausgleich schaffte und damit die erste Liga-Niederlage des Tabellenführers gerade noch verhinderte.
"Wenn man so knapp vor Schluss noch den Ausgleich kassiert, ist das schon enttäuschend. Es hätte ein schöner Abend werden können, so aber hat das 1:1 einen bitteren Beigeschmack", sagte der Nachfolger von Georg Zellhofer, zog aber dennoch ein positives Resümee. "Ich muss meinen Spielern ein Kompliment aussprechen. Sie haben bewiesen, dass wieder eine Rapid-Mannschaft auf dem Platz steht, die Einsatz zeigt und bis zuletzt kämpft", freute sich der Wiener.
Wenn auch das Tor einem unnötigen Fehler in der Defensive entsprang, so nahm Pacult seine Kicker dennoch in Schutz. "Das 1:1 ist eben aus einer Unachtsamkeit entstanden, die immer wieder vorkommen kann." Nicht nur auf Grund des Gegentreffers ortete der frühere 1860-Trainer noch einigen Handlungsbedarf. "In der zweiten Hälfte haben wir uns zu sehr hinten reindrücken lassen und bei der einen oder anderen Konter-Situation zu früh wieder den Ball verloren. Wir haben zu wenig Druck erzeugt, um den Gegner zu gefährden", kritisierte der 46-Jährige.
Viel Zeit hatte Pacult noch nicht, diese Mängel zu beheben. "Weil viele Spieler beim Team waren, haben wir erst am Freitag zum ersten Mal halbwegs normal trainiert. Die tatsächliche Arbeit wird noch Wochen oder Monate dauern", kündigte der Coach an. "Es dauert eine Zeit, bis sich die Spieler an den neuen Trainer gewöhnen. Aber sie sind bereit, meinen Weg zu akzeptieren, das ist das Wichtigste."
Im Lager der Salzburger war zwar unmittelbar nach Schlusspfiff die Freude über den späten Ausgleich groß, danach aber dämmerte es den "Bullen" schön langsam, dass mit einer ähnlichen Leistung am Donnerstag im UEFA-Cup-Heimspiel gegen die Blackburn Rovers wohl nichts zu holen sein wird. "Wir hatten so wie in Pasching mit dem späten Ausgleichstreffer ein bisschen Glück", gab Teamchef Giovanni Trapattoni zu. "Aber aus diesen beiden Spielen können wir auch lernen", sagte der Italiener, der wegen des Trainerwechsels mit einer schwierigen Partie gerechnet hatte.
Als positiv wertete der "Mister", "dass meine Mannschaft immer daran geglaubt hat, noch den Ausgleich zu schaffen. Dieses Spiel war für uns ein Beispiel für Donnerstag, denn Blackburn wird so wie Rapid spielen", prophezeite Trapattoni. (apa)
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