Prozess gegen Saddam fortgesetzt: Wegen Schiiten-Massakers droht die Todesstrafe
- Auch "Chemie-Ali" muss sich wieder verantworten
·Argument für Irak- Krieg in Frage gestellt
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Nach drei Wochen Pause ist in Bagdad der Prozess gegen den früheren irakischen Staatschef Saddam Hussein und sechs Mitangeklagte wieder aufgenommen worden. Die Angeklagten müssen sich wegen der "Operation Anfal" verantworten, bei der 1987 und 1988 bis zu 180.000 Kurden im Nordirak getötet worden waren. Saddam Hussein ist wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.
Unter den Angeklagten ist auch der wegen seines Einsatzes von Giftgas "Chemie-Ali" genannte Ali Hassan al Majid. Als Generalstabschef für den Norden des Irak soll er von seinem Cousin Saddam Hussein den Auftrag bekommen haben, gegen die Kurden vorzugehen. Der Prozess war am 21. August eröffnet und zwei Tage später auf Antrag der Verteidigung vertagt worden. Im Falle einer Verurteilung droht Saddam Hussein wie in einem weiteren gegen ihn laufenden Verfahren wegen eines Massakers an 148 Schiiten die Todesstrafe.
(apa/red)
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