EU sieht Hoffnungsschimmer im Atomstreit: Iran jetzt zum Anreicherungs-Stopp bereit?
- Angeblich Aussetzung für zwei Monate geplant
- Gespräche zwischen Solana und Larijani in Wien
·"Missverständnisse zu Iran ausgeräumt"
Offenbar erfolgreiches Treffen Solana - Larijani
·Iran: UNO-Sanktionen
schon bald erwartet
USA fordern Einigung
in wenigen Wochen
·Teheran verfolgt seit 30 Jahren Atompläne
Programm wurde 1979 mit US-Hilfe gestartet
·Bush mit scharfer Kritik an Teheran
US-Präsident: "Iran so gefährlich wie Al Kaida"
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Bei Verhängung von Sanktionen durch die UNO
·Iran: Holocaust kein
'heiliges Tabu-Thema'
Neonazis zu umstrittener Konferenz eingeladen?
·Rumsfeld schließt Iran-Krieg nicht aus
US-Verteidigungsminister hält 3. Einsatz für möglich
Der Iran ist nach Angaben eines EU-Diplomaten bereit, seine Uran-Anreicherung für zwei Monate auszusetzen. Der iranische Unterhändler Larijani habe dem Chefverhandler der Europäischen Union, Solana, ein entsprechendes Angebot unterbreitet, sagte der Diplomat. Ein iranischer Regierungsvertreter dementierte jedoch die Bereitschaft zum Stopp der Uran-Anreicherung.
Solana und Larijani waren in Wien zusammengekommen. Beide Politiker bestätigten, dass dabei Missverständnisse ausgeräumt worden seien. Die Treffen galten als letzte Chance, doch noch eine für beide Seiten akzeptable Lösung im Atomstreit zu finden.
Solana und Larijani erklärten nun, die Gespräche über das iranische Atomprogramm würden fortgesetzt. Damit ist fraglich, ob der UN-Sicherheitsrat rasch auf Druck der USA hin über Sanktionen gegen den Iran beraten wird. Dies könnte gemäß einer UN-Resolution die nächste Konsequenz sein, sollte der Iran sich weiterhin weigern, seine Uran- Anreicherung auszusetzen.
Der UN-Sicherheitsrat hatte den Anreicherungsstopp zu einer Vorbedingung für Verhandlungen mit dem Iran über ein internationales Anreizpaket gemacht, was sich zum Hauptstreitpunkt zwischen den Verhandlungsparteien entwickelte. Ein entsprechendes Ultimatum zu einer solchen Aussetzung hatte der Iran am 31. August verstreichen lassen.
Der Gouverneursrat soll der Internationalen Atomenergieorganisation über den Atomstreit mit dem Iran debattieren. Diplomaten zufolge wird IAEO-Chef ElBaradei seine Sorge zum Ausdruck bringen, der Iran könnte bei Wirtschaftssanktionen Inspektionen durch die Behörde unterbinden. (apa/red)
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