Montag, 11. September 2006

Salzburger in Fluss gestürzt & mitgerissen: 58-Jähriger wird seitdem in Bayern vermisst

  • Suchaktion der Rettungsdienste bisher ergebnislos
  • Familie des Mannes musste Unglück mitansehen

Die Suche nach dem 58 Jahre alten Franz S. aus Weißbach bei Lofer (Pinzgau) wurde in Bayern wieder aufgenommen. Zunächst wurden sämtliche Wehren der Tiroler Ache abgesucht - ohne Erfolg. Die Wasserwacht befürchtet, dass der Vermisste in einem Strudel verfangen sei, wo selbst Taucher nicht hinkönnen, so der Polizeisprecher.

Der Fluss, der in den Chiemsee mündet, aoll auch noch von einem Hubschrauber abgeflogen werden. Danach wird dann die Deutsche Lebensrettungsgemeinschaft DLRG eine Suchaktion starten.

Bekannt wurden auch nähere Einzelheiten, wie sich der Unfall ereignet haben dürfte. Der Pinzgauer, als Alpenvereinsmitglied selbst ein guter Kletterer, wollte unmittelbar nach der Grenze zwischen Tirol und Bayern eine Raftinggruppe des Alpenvereins Lofer fotografieren. Dabei watete er in der Nähe des Klobensteins barfuß in die nur knietiefe Tiroler Ache zu einer Sandbank. Dabei stürzte er und wurde trotz der geringen Tiefe mitgerissen.

Die Gattin und die beiden Töchter des 58-Jährigen mussten den Unfall mitansehen, sie konnten dem Mann aber ebenso wenig helfen wie die Raftinggruppe in ihren drei Booten.

(apa/red)

11.9.2006 10:21