"The Letting Go": Bonnie 'Prince' Billy unter-
mauert Stellung als Ausnahme-Songwriter!
- Zwölf Songs am neuen Album mit Gänsehautgarantie

Will Oldham zählt zweifelsohne zu den besten Songschreibern unserer Zeit. War er zuletzt als "Superwolf" (im Team mit Matt Sweeney) und gemeinsam mit den Klangkünstlern von Tortoise unterwegs, so legt er mit "The Letting Go" wieder ein lupenreines Bonnie 'Prince' Billy-Album vor. Einmal mehr verschafft Oldham mit der Kombination aus einprägsamer Stimme, Alternative Country-Melodien und Streicher-Einlagen Gänsehaut fast im Minutentakt.
13 Songs finden sich auf dem neuen, im isländischen Reykjavik aufgenommenen, Album, das Bonnie 'Prince' Billy nochmals auf eine ganz andere Ebene hebt. Vor allem die über weite Strecken eingesetzten Streicher-Arrangements und die liebliche Stimme von Dawn McCarthy von Faun Fables, ergänzen Will Oldhams knochentrockene Blues-, Folk- und Country-Songs, die dadurch noch stärker unter die Haut gehen. Überhaupt wirken die Lieder zugänglicher und gleichzeitig sphärischer.
Das liegt nicht nur an den von Ryder McNair und Nico Muhly geschriebenen Streicher-Arrangements, sondern auch an der Instrumentierung der Songs, für die Jim White, Paul Oldham, Emmett Kelly und natürlich Will Oldham sorgen.
Fast eine Stunde lang katapultieren die US-Amerikaner Bonnie 'Prince' Billy den Zuhörer in eine andere Sphäre in der Einsamkeit, Liebe und Leidenschaft vorherrschen. Der kauzige Will Oldham hat offenbar das Universalrezept gefunden, Gänsehaut auf Knopfdruck abzurufen. Beachtlich! (red)
