Im Fall eines BAWAG-Verkaufs: Entsteht 450 Millionen Euro Schuldenlücke beim ÖGB?
- Gewerkschaft weist diesbezügliche Berichte zurück
- Internes ÖGB-Papier zur Finanzmisere "überaltert"
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Der ÖGB hat Berichte über eine 450-Millionen-Euro-Schuldenlücke auch im Fall eines BAWAG-Verkaufs um 2,3 Milliarden Euro zurück gewiesen. Eine österreichische Tageszeitung berichtetet von einem internen ÖGB-Papier, das ein dramatisches Bild der Finanzlage der Gewerkschaften skizziere.
Das von Finanzchef Clemens Schneider gemeinsam mit seinem Vorgänger in dieser Funktion, Erich Foglar, erstellte Papier sei allerdings laut "Oberösterreichischen Nachrichten" bereits am 1. Mai verfasst worden. Die Pressesprecherin von ÖGB-Präsident Hundstorfer, Annemarie Kramser, erklärte dazu, dass die Zahlen schon längst "überholt" seien.
Es handle sich um ein "Uraltpapier, das nicht mehr gültig ist". Es sei Ende April in London zusammengestellt worden, "da wurden manche Verbindlichkeiten sogar doppelt gezählt, weil nicht alle Unterlagen da waren. Das war ja der Höhepunkt des Chaos". Angesprochen auf aktuelle Zahlen sagte Kramser, es werde bald eine Bilanz geben.
Was die aktuelle Mitgliederbefragung, die der ÖGB zur Reform der Gewerkschaft ausgesandt hat, betrifft, habe man schon per Internet die ersten Fragebögen zurück bekommen. Postalisch sei der Weg allerdings ein längerer, "die Post hat 14 Tage Zeit, dann müssen die Mitglieder das erst ausfüllen und zurückschicken". Kramser betonte aber, dass die Aktion "sehr gut anläuft".
(apa)
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