Dienstag, 5. September 2006

Haberzettl kritisiert Ex-Chef Verzetnitsch: Forderung "moralisch schwer zu verstehen"

  • Rechnet mit 6 bis 8 Gewerkschaftern im Nationalrat
  • Begrüßt die LIF-Kandidatur "nicht unbedingt"

Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Gewerkschafter, Wilhelm Haberzettl, hat die 800.000 Euro-Forderung des ehemalige ÖGB-Präsidenten Fritz Verzetnitsch an die Gewerkschaft kritisiert. Diese sei "moralisch schwer zu verstehen". Verzetnitschs Verhalten sei "nicht eines Vertreters der Arbeitnehmer würdig", meinte er vor Journalisten.

Dass die jetzige Gewerkschaftsführung bereits Kontakt mit Insolvenzberatern aufgenommen hat, begrüßte Haberzettl ausdrücklich. Seiner Meinung nach hätte die frühere ÖGB-Führung schon seit Jahren besser auf die anfallenden Kosten achten sollen. Der Gewerkschafter bestätigte, dass gestern, Montag, eine Schadenersatzklage gegen Verzetnisch eingebracht wurde.

Zurückhaltend äußerste sich Haberzettl zu der Entscheidung der SPÖ, dem ehemaligen Chef des Liberalen Forums (LIF), Alexander Zach, ein SPÖ-Ticket für den Nationalrat zu geben. "Ich begrüße das nicht unbedingt, die Entscheidung lässt mich aber auch nicht unruhig schlafen", so Haberzettl. Er schätzt, dass im künftigen Nationalrat sechs bis acht Gewerkschafter vertreten sind.
(apa)

5.9.2006 12:48


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