Statt 16 bald 19 Beschuldigte im BAWAG- Skandal? Anklage noch einmal ausgedehnt
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Der Staatsanwalt prüft die Ausweitung der Anklage auf mehr BAWAG-Manager. Die bisher 16 Beschuldigten, die laut einer österreichischen Tageszeitung bald 19 sein könnten, durften bisher keine Akteneinsicht nehmen. Die Justiz befürchte Absprachen. Sollte der Beschluss fallen, die Ermittlungen auszuweiten, dann werde eine Anklage noch im September ziemlich schwierig.
Bisher konzentrierten sich die Ermittlungen stark auf Ex-Bank-Chef Helmut Elsner. Nun nehme die Staatsanwaltschaft auch die anderen BAWAG-Vorstände stärker unter die Lupe.
Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit wie berichtet, Elsner nicht nur wegen Untreue, sondern auch wegen Betrugs anzuklagen. Demnach soll es eine Aussage von Wolfgang Flöttl geben, wonach Elsner von ihm bereits im Sommer 1998 von hohen Verlusten informiert worden war. Bisher war davon ausgegangen worden, dass Flöttl Elsner damals erst Ende Oktober darüber informierte, dass etwa 630 Mio. Euro verspekuliert worden waren.
Da Elsner in den Monaten dazwischen die einmalige Auszahlung seines Pensionsvertrages verhandelte, vermutet die Staatsanwaltschaft dahinter betrügerische Absicht, heißt es. Dem "Kurier" zufolge prüft die Staatsanwaltschaft ebenfalls die Ausweitung der Ermittlungen auf drei weitere führende BAWAG-Mitarbeiter. Sie saßen zwar nicht im Vorstand, wussten dem Bericht nach aber Bescheid. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Wiener Kriminalisten recherchieren unterdessen, wer von BAWAG- Bankern welche Geschenke warum bekommen hat. Nachdem die Causa von Roland Horngacher, des Wiener Landespolizei-Kommandanten, bei dem Reisegutscheine des BAWAG-Reisebüros Ruefa gelandet sein sollen, ans Licht gekommen war, haben die Ermittler jede Menge weiterer Unterlagen und Rechnungen beschlagnahmt.
(apa/red)
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